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Döbeln

Nicht an jeder Straße wird zweimal gemäht

Die Meistereien bewirtschaften 1.600 Kilometer Straße in Mittelsachsen. Dabei gibt es einige Unterschiede.

Die sechs Straßenmeistereien des Landkreises Mittelsachsensind derzeit zur Grasmahd auf den Straßen des Kreises unterwegs.
Die sechs Straßenmeistereien des Landkreises Mittelsachsensind derzeit zur Grasmahd auf den Straßen des Kreises unterwegs. © Claudia Hübschmann

Mittelsachsen. Derzeit sind die Mitarbeiter der sechs Straßenmeistereien des Landkreises Mittelsachsen mit der Grasmahd an den Straßenrändern beschäftigt. „Wir erhalten auch immer wieder Hinweise von Leuten, wo das Gras gerade besonders hoch steht, dem gehen wir dann natürlich nach“, erklärt Dirk Schlimper vom Straßenbetriebsdienst.

Aber nicht immer sei die Straßenmeisterei zuständig. Kreuzt eine Gemeindestraße zum Beispiel eine Bundesstraße, müsse die Kommune das Gras schneiden. Für freie Sicht an privaten Einfahrten müssen die Eigentümer sorgen.

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Die Straßenmeistereien bewirtschaften rund 1.600 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Das ergibt rund 2.500 Kilometer Intensivbereich, der zweimal im Jahr gemäht wird, und etwa 780 Hektar Extensivbereich, wo eine Mahd pro Jahr geplant sei.

Böschungen werden nur einmal gemäht

Zum sogenannten Intensivbereich gehören Rasenflächen, die aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Wasserabflusses niedrig und dicht zu halten sind. Der Extensivbereich sind Rasenflächen auf Böschungen, unbefestigten Seitenstreifen sowie Gräben und Mulden, die nicht dem Intensivbereich zugeordnet werden.

Die Frühjahrsmahd beginne in der Regel Anfang, Mitte Mai – abhängig von der Witterung und umfasse nur zwei Schnittbreiten. Der zweite Mahdumlauf schließe sich unmittelbar an den ersten an und dauert bis etwa Mitte, Ende Oktober.

„Alle Meistereien erarbeiten einen Plan, wann sie die sogenannte intensive Mähfläche – diese umfasst die Straßenränder bis zum Ende der Straßenmulde – mähen. Das Gras wächst zwar überall zur selben Zeit, wir können aber nicht überall zur selben Zeit sein“, wirbt Schlimper um Verständnis.

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