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Notsicherung an Roßweiner Denkmal geht weiter

Der Fußweg vor dem Haus Nummer 2 an der Bahnhofstraße ist bereits seit Juni gesperrt. In den nächsten Tagen ändert sich daran nichts.

Bereit seit Juni ist der Fußweg vor dem denkmalgeschützten Haus an der Bahnhofstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Bereit seit Juni ist der Fußweg vor dem denkmalgeschützten Haus an der Bahnhofstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt. © Erik-Holm Langhof

Roßwein. Dass es sich bei dem Gebäude Bahnhofstraße 2 um ein Denkmal handelt, mag manchem Roßweiner nicht einleuchten. Das ehemalige Wohnhaus verfällt immer mehr. Aus der Dachrinne wachsen schon kleine Bäume heraus. Die Fassade bröckelt – ein wirklich trauriges Bild.

Marodes Haus ist eine Rarität

Tatsächlich zeugt das Haus aber als eines der letzten davon, wie die ursprüngliche Architektur der Vorstädte vor der gründerzeitlichen Bebauung einmal ausgesehen hat. Außerdem sind laut der Kulturdenkmalliste des Freistaates Sachsen die markante Fassadengliederung sowie der – zumindest stellenweise – noch im Original erhaltene Putz von Bedeutung.

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Weil immer wieder Teile des Daches auf den Fußweg fallen, ist dieser seit Juni dieses Jahres abgesperrt. Wer in Richtung Stadtzentrum auf der linken Seite über die Brücke gehen will, muss die Straßenseite wechseln. Das bleibt auch erst einmal so.

„Der Gefahrenbereich muss so lange gesperrt bleiben, bis die Gefahrensituation unter anderem durch herabfallende Baumaterialien, in diesem Falle sind das Dachziegel, beseitigt worden ist.“ Das teilt André Kaiser, Leiter der Pressestelle des Landratsamtes Mittelsachsen, auf Anfrage von Sächsische.de mit.

Eigentümer offenbar unbekannt

Eigentlich ist eine Sicherung des Gebäudes Sache des Eigentümers. Weil das Haus aber offenbar keinen Eigentümer hat, ist der Landkreis in die Bresche gesprungen und arbeitet an einer Notsicherung des Gebäudes.

„Die Planungsarbeiten dazu sind weitestgehend abgeschlossen“, so André Kaiser. Dabei seien Untersuchungen zur Bausubstanz vorgenommen worden. Überdies sind nach den Informationen des Pressesprechers Prognosen darüber aufgestellt worden, welche Kosten für die Notsicherung entstehen könnten.

Abstimmung dauert Wochen

Derzeit erfolgen laut Kaiser Abstimmungen zwischen dem Landratsamt und dem Landesdenkmalamt zur weiteren Vorgehensweise. Diese sind auch nach Wochen noch nicht abgeschlossen, wie eine erneute Nachfrage von Sächsische.de ergeben hat.

Wem das Haus gehört, darüber gibt es keine neuen Informationen. „Die Klärung der Besitzverhältnisse ist nicht Aufgabe des Landkreises“, stellt Kaiser klar. Er könne weder bestätigen noch dementieren, dass es aktuell keinen Eigentümer für diese Immobilie gibt.

„Die Eigentumsverhältnisse werden in Grundbüchern abgebildet. Diese führt in diesem Fall das Amtsgericht in Döbeln“, erklärte Kaiser.

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