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Ostrau plant "neues" Gewerbegebiet

1,4 Millionen Euro will Ostrau in die Straßen, Geh- und Radwege investieren. Der erste Schritt wurde nun im Gemeinderat gemacht.

Die Ringstraße ist ein Teil des Gewerbegebiets in Ostrau. Dieses soll in den kommenden Jahren saniert werden.
Die Ringstraße ist ein Teil des Gewerbegebiets in Ostrau. Dieses soll in den kommenden Jahren saniert werden. © Lars Halbauer

Ostrau. Knapp 25 Jahre wurden die Straßen und Gehwege im Ostrauer Gemeindegebiet beansprucht. „Durch die in den vergangenen Jahren erfolgten Verlegungen von Gas- und Elektroleitungen ist auf den Straßen ein Flickenteppich entstanden. Außerdem sind teilweise tiefe Spurrinnen zu sehen“, beschreibt Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) die derzeitige Situation vor Ort. Nun will die Gemeinde dagegen vorgehen.

In der vergangenen Ratssitzung legte der Bürgermeister eine Beschlussvorlage zur Vergabe von Planungsleistungen für das Gewerbegebiet Ostrau vor. Konkret geht es um knapp 50.000 Euro, die die Verwaltung zunächst für die Vorbereitung des Großbauprojektes ausgeben will.

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Straßenbaumaßnahme in Ostrau für zwei bis drei Jahre

Das Ingenieurbüro Klemm & Hensen aus Leipzig soll in den kommenden Monaten Entwürfe für die Sanierung von allen Straßen und Gehwegen im Gewerbegebiet erarbeiten.

„Vor allem im nördlichen Teil sind zahlreiche Borde in den Kurven zerfahren, weil Radien teilweise zu klein bemessen sind. Zudem wurden einige Gehwege als LKW-Parkplätze missbraucht und dadurch stark beschäftigt“, so Bürgermeister Schilling. Dieser 1,2 Kilometer lange Teil des Gewerbegebietes soll bei der Erneuerung auch als erstes beachtet werden.

Gehwege wurden in der Ostrauer Ringstraße als LKW-Parkplätze missbraucht.
Gehwege wurden in der Ostrauer Ringstraße als LKW-Parkplätze missbraucht. © Lars Halbauer

Ziel sei allgemein jedoch die Straßen und Gehwege wieder in einen „guten baulichen Zustand zu bringen sowie die Kurvenradien, Grundstückszufahrten und Parkmöglichkeiten der realen Nutzung anzupassen“. Außerdem müsse eine genaue Kostenermittlung für die gesamte Maßnahme durchgeführt werden.

Voraussetzung für die Sanierung sei dem Bürgermeister zufolge jedoch die Zusage zur Unterstützung vom Freistaat. „Die Verwaltung wird nach den Planungen einen entsprechenden Antrag zur Förderung bei der Landesdirektion stellen“, so Dirk Schilling. „Wir rechnen mit einer Förderung von 90 Prozent.“

Sollte der Antrag genehmigt werden, können die Bauarbeiten losgehen. Eingeplant ist die Maßnahme im Gewerbegebiet für zwei bis drei Jahre. Für den diesjährigen Haushalt hat der Gemeinderat eine Summe von 400.000 Euro eingestellt, der Eigenanteil wird bei 40.000 Euro liegen.

Neue LED-Lampen fürs Ostrauer Gewerbegebiet

Doch der Bürgermeister stellt auch klar: „Es werden nicht alle Straßen, Gehwege und Radwege grundhaft saniert!“ Es soll nach Bedarf gebaut werden. Somit könne es einerseits bei geringen Straßenschäden nur eine Deckensanierung geben, bei anderen, gröberen Fehlern, auch einen grundhaften Ausbau. Insgesamt rechnet das Gemeindeoberhaupt bei der vollständigen Maßnahme mit Kosten in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro.

Haushaltstechnisch stehe die Gemeinde gut dar, so Schilling. Fakt sei jedoch auch, dass bei einer ablehnenden Haltung der Landesdirektion die Maßnahme nicht durchgeführt werden kann.

„Das wird sich dann zeigen“, sagt der Bürgermeister. „Bekommen wir nur einen Teil, dann können wir auch nur einen Teil erneuern.“ Sollte das passieren, hat die Gemeinde mit der Planung des Baus dennoch einen Punkt von der Aufgabenliste abgestrichen und könnte jederzeit das Projekt angehen.

Geplant sei in jedem Fall auch die Beleuchtung im Gewerbegebiet zu erneuern. Auf veraltete Straßenlaternen, sollen neue, moderne LED-Lampen folgen, so Bürgermeister Dirk Schilling. „Sobald wir mit dem Straßenbau durch sind, gehen wir dieses Thema dort auch direkt an.“ Die Kosten hierfür müsste die Gemeinde auch vorstrecken, könnte sie aber durch Förderung ebenfalls wieder zurückbekommen.

Dem Vorhaben der Verwaltung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Sollte alles nach Plan laufen, könnten die Arbeiten im Gewerbegebiet bereits Anfang des kommenden Jahres beginnen. „Mein Wunschstart wäre noch 2021“, so Schilling.

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