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Ostrauer wollen Wasser erlebbar machen

Neben dem Jahnatalweg soll im Zentrum des Ortes ein naturnaher Rastplatz entstehen. Die Idee ist außergewöhnlich.

Noch ist es nur eine Grünfläche, über die der Jahnatalweg führt. Doch bis zum nächsten Jahr soll hier ein naturnaher Rastplatz für Radfahrer und Wanderer entstehen.
Noch ist es nur eine Grünfläche, über die der Jahnatalweg führt. Doch bis zum nächsten Jahr soll hier ein naturnaher Rastplatz für Radfahrer und Wanderer entstehen. © Dietmar Thomas

Ostrau. So sehen Rastplätze meist aus: Eine Sitzgelegenheit mit oder ohne Überdachung und ein Papierkorb. Der naturnahe Rastplatz hingegen am Jahnatalweg hinter der Eschke-Mühle in Ostrau soll anders werden.

Vor mehr als 150 Jahren entwickelte Pfarrer Sebastian Kneipp ein Heilverfahren, das auf dem Zusammenspiel von fünf Elementen aufgebaut ist: Wasser, Ernährung, Bewegung, Kräuter und innere Ordnung. Mindestens zwei dieser Elemente sollen künftig am Rastplatz zu finden sein: Bewegung an frischer Luft mit dem Fahrrad oder als Spaziergänger und Wasser für eine sogenannte Kneipp-Kur.

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Der Mühlgraben hinter der Eschke-Mühle in der Nähe des Parkplatzes führt ständig fließendes Wasser und ist ideal für eine Kneipp-Kur. Dafür muss allerdings der Graben saniert werden. Weitläufig gestaltete Treppen sollen zum Kneipp-Graben führen und gleichzeitig zum Verweilen einladen.

Bürokratische Hürden genommen

Die 90-Grad-Ecke des Mühlgrabens wird entschärft. Auf der Fläche zwischen Wasserlauf und Radweg entstehen Sitzgelegenheiten. Notwendig ist ebenfalls die Sanierung der vorhandenen Bruchsteinmauer in Richtung Parkplatz.

Zwischen dem Wasserlauf und dem direkt vorbeiführenden Jahnatalradweg wird ein Rastplatz mit Sitzgelegenheiten, einem Fahrradständer und Bepflanzung angelegt werden. Die Wege erhalten eine sandgeschlemmte Schotterdecke.

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„Durch die Umsetzung dieses Projektes wird der Platz zu einem attraktiven Ort entwickelt“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Schon länger werde über das Vorhaben gesprochen. Doch bevor die Baufirma nun loslegen kann, mussten noch bürokratische Hürden genommen werden. So gehört der Mühlgraben der Landestalsperrenverwaltung.

„Wir haben ein sogenanntes Übereignungsverfahren abgeschlossen. Außerdem benötigten wir für unser Projekt noch die wasserrechtliche Genehmigung des Landratsamtes Mittelsachsen“, so Schilling.

Auftrag geht an Leisniger Firma

Die Planung des Projektes hat das Ingenieurbüro Ritter-Müller aus Leipzig übernommen. Jetzt geht es an die Umsetzung. Das Vorhaben wurde beschränkt ausgeschrieben. Vier Angebote lagen der Gemeindeverwaltung vor.

Das wirtschaftlichste unterbreitete die Firma Andrä Straßen- und Wegebau GmbH aus Leisnig mit 102.500 Euro. Das Projekt wird von der Leader-Region „Lommatzscher Pflege“ zu 80 Prozent gefördert.

„Es ist erfreulich, dass die Firma Andrä das Vorhaben umsetzen kann. Wir haben mit dem Unternehmen gute Erfahrungen gemacht. Es ist zuverlässig und preistreu“, sagte Schilling.

Erst in diesem Jahr wurde der Schrebitzer Dorfplatz mit kleiner Bühne vom Leisniger Straßen- und Tiefbauunternehmen fertiggestellt und zur Ratssitzung im September eingeweiht.
Erst in diesem Jahr wurde der Schrebitzer Dorfplatz mit kleiner Bühne vom Leisniger Straßen- und Tiefbauunternehmen fertiggestellt und zur Ratssitzung im September eingeweiht. © xcitepress

Erst in diesem Jahr wurde der Schrebitzer Dorfplatz mit kleiner Bühne vom Leisniger Straßen- und Tiefbauunternehmen fertiggestellt. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Für das nächste Jahr ist die Einweihung geplant. „Damit haben wir eine weitere Attraktion am Radweg entlang der Jahna“, so Schilling.

An der nächsten wird bereits gearbeitet. Dabei handelt es sich um die Sanierung eines Kalkofens in Münchhof. Der zweite Ofen ist so verfallen, dass zunächst eine Notsicherung geplant und das Areal mit einem Zaun gesichert werden soll. Gemeinde und Planer sind dazu mit der Landesdenkmalpflege im Gespräch.

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