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Auch Mittelsachsen betroffen: 17 Betrugsversuche an einem Tag

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei Chemnitz erneut, am Telefon nicht zu leichtgläubig zu sein. Oft soll die Hilfsbereitschaft ausgenutzt werden.

Am Telefon fordern Betrüger auch von Mittelsachsen horrende Geldsummen, damit Angehörigen Leid erspart bleibt. Allein am Freitag hat die Polizei in Chemnitz, die auch für den Altkreis Döbeln zuständig ist, 17 solcher Fälle aufgenommen.
Am Telefon fordern Betrüger auch von Mittelsachsen horrende Geldsummen, damit Angehörigen Leid erspart bleibt. Allein am Freitag hat die Polizei in Chemnitz, die auch für den Altkreis Döbeln zuständig ist, 17 solcher Fälle aufgenommen. © Symbolfoto: dpa/Karolin Krämer

Mittelsachsen. Dass die Polizei jetzt erneut vor betrügerischen Anrufen warnt, hat einen triftigen Grund: Die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz registrierten allein im Laufe des vergangenen Freitags 17 Betrugsversuche per Telefon im gesamten Direktionsbereich. Darüber hinaus gibt es möglicherweise Betroffene, die sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben.

Wie Steffen Marquardt von der Polizeidirektion (PD) Chemnitz mitteilt, haben sich die Betrüger sowohl Personen in Chemnitz als auch in verschiedenen Orten in Mittelsachsen sowie im Erzgebirgskreis ausgewählt, um durch Täuschungen an deren Geld zu kommen.

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Kaution in sechsstelliger Höhe gefordert

„So rief ein unbekannter Täter am Freitag gegen Mittag bei einer 77-jährigen Chemnitzerin an. Er gab sich ihr gegenüber als Polizeibeamter aus und gab vor, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Zur Vermeidung einer Inhaftierung sei eine hohe Kaution im sechsstelligen Bereich erforderlich“, so Steffen Marquardt. Die Frau haben daraufhin bei ihrer Bank vorgesprochen, wo glücklicherweise der Betrug erkannt wurde.

„Derzeit kam es in keinem der uns bekannten Fälle zu einem Vermögensschaden“, so der Polizeisprecher. Dennoch warnt die Polizei erneut vor dieser Betrugsmasche am Telefon.

Die Masche mit einem Covid-19-Medikament

Erst in der vergangenen Woche hatten sich die Beamten der PD Chemnitz an die Öffentlichkeit gewandt und vor Betrügern gewarnt, die Menschen am Telefon unter Druck setzen.

Zielgruppe waren Personen, deren Angehörige sich angeblich mit einer schweren Covid-19-Erkrankung in lebensbedrohlicher Lage in einem Krankenhaus befinden. Die Anrufer gaben vor, Klinikmitarbeiter zu sein und ein rettendes Medikament zu haben. Dafür verlangten sie Vorauszahlungen von mehreren zehntausend Euro.

Allein letzten Mittwoch meldeten sich 25 Betroffene aus dem Zuständigkeitsbereich der PD Chemnitz bei der Polizei, die von solch betrügerischen Anrufen berichteten.

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