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Rasselbande hinterlässt ein Hexenwerk im Museumshaus

Im Waldheimer Stadt- und Museumshaus gibt es ein neues Angebot für Kinder. Wer das verpasst hat, kann sich an der nächsten Aktion beteiligen.

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Die Rasselbande – der neue Museums-Kids-Club in Waldheim – hat bei seinen ersten Treffen ein Hexenhaus gebaut. In zwei Wochen soll es fertiggestellt werden.
Die Rasselbande – der neue Museums-Kids-Club in Waldheim – hat bei seinen ersten Treffen ein Hexenhaus gebaut. In zwei Wochen soll es fertiggestellt werden. © Dietmar Thomas

Waldheim. Märchen, Lebkuchen und vielleicht sogar ein aus solchem Backwerk gestaltetes Haus gehören in vielen Familien zur Vorweihnachtszeit einfach dazu. Auf diese Zeit konnten sich Mädchen und Jungen im Grundschulalter am vergangenen Wochenende im Stadt- und Museum einstimmen.

Zum ersten Mal hat sich der Museums-Kids-Club getroffen: die Rasselbande. Zehn Kinder hatten sich dafür angemeldet und waren bereit, sich der Herausforderung zu stellen, ein sprechendes Hexenhaus anzufertigen. Das soll in Zukunft zumindest in einigen Monaten des Jahres im Museumshaus einen festen Platz finden und Besuchern etwas über seine Geschichte erzählen.

Monatliche Treffen des Kinder-Clubs

Um die Club-Mitglieder in Stimmung zu bringen, haben die Museumsmitarbeiter mit den Mädchen und Jungen unter anderem Märchen gehört und aus Pappe tierische Waldbewohner gebastelt. Die gehören jetzt zur Dekoration des Hexenhäuschens, das bis Sonntagnachmittag größtenteils entstanden ist. In zwei Wochen soll es vollendet werden.

Den Museums-Kinder-Club soll es in Zukunft regelmäßig, voraussichtlich ein Mal im Monat an einem Wochenende geben. Das kündigte Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) auch den Stadträten an. Sie hatten sich mehrfach gewünscht, dass das mit großem Aufwand sanierte Museumshaus in Zukunft noch mehr belebt und damit besucht wird.

Hexenhäuser für Ausstellung basteln

Ein nächster Anreiz dafür ist möglicherweise die Hexenhaus-Ausstellung. Häuser aus verschiedenen Materialien, gern auch aus Lebkuchen, sollen ab dem zweiten Advent bis in den Januar hinein im Stadt- und Museumshaus gezeigt werden.

Um den Besuchern auch eine Auswahl bieten zu können, sind Kinder und deren Familien aufgerufen, solche Hexenhäuschen zu backen oder zu basteln. Eine Anleitung dazu veröffentlicht die Kommune auf ihrer Homepage. Bis 19. November, 14 Uhr, werden die Häuschen im Museumshaus am Niedermarkt entgegengenommen.

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Eröffnet werden soll die Hexenhaus-Ausstellung eigentlich am Weihnachtsmarktwochenende, genau am 5. Dezember, 14 Uhr. Ob es unter den aktuellen Corona-Schutzbestimmungen zu einer Eröffnung größeren Stil kommen kann, wird noch rechtzeitig vor dem Termin entschieden.

Ausflug ins Weihnachtsland Sachsen

Mit dem Hexenhaus und den Märchen, die sich darum ranken, hat das Museumsteam das Thema für die Winterausstellung 2021/22 gefunden. Beleuchtet werden sollen im Weihnachtsland Sachsen die Pfefferküchlerei als seit Jahrhunderten bodenständiges Handwerk. Es geht um Gewürze, regionales Brauchtum und noch ganz viel mehr.

Die Bauherren der schönsten Häuser, die für die Ausstellung eingereicht werden, dürfen sich über eine Prämie freuen. Um das originellste Bauwerk wiederum können sich Interessierte – Familien ebenso wie Kitas, Altenheime, Bäckereien oder Direktvermarkter – bewerben.