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Döbeln

Einsatz für ein schöneres Roßwein

Nach einer Zwangspause legen die Ehrenamtlichen wieder los. Zum Auftakt haben sie eine Rabatte an der Mulde aus dem Winterschlaf „geweckt.“

Mitglieder der Interessengemeinschaft „Stadtverschönerer“ haben die Rabatte „Am Wasser“ in Roßwein von Unkraut befreit. Ähnliche Einsätze sollen nun monatlich folgen.
Mitglieder der Interessengemeinschaft „Stadtverschönerer“ haben die Rabatte „Am Wasser“ in Roßwein von Unkraut befreit. Ähnliche Einsätze sollen nun monatlich folgen. © Elke Braun

Roßwein. Stadtverschönerer – das ist für die Mitglieder der gleichnamigen Interessengemeinschaft (IG) Programm. In diesem Sinne sind die Helfer um Enrico Korth und Veit Lindner jetzt losgezogen und haben sich einer Rabatte „Am Wasser“ angenommen.

Die Pflanzkübel dort neben der Hochwassersäule direkt an der Mulde hatten die Mitarbeiter des Bauhofes bereits bepflanzt. Doch gegenüber sah es noch ein wenig trostlos aus. Deshalb sammelten die Helfer Laub von vorigem Herbst und alles, was sich über den Winter so angesammelt und in den Stauden „verfangen“ hat, ein. Es wurde Unkraut gezogen und durchgehackt. Damit können sich Spaziergänger nun wieder in einem netten „Umfeld“ in diesem Bereich niederlassen.

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Wanderweg ist als nächstes an der Reihe

„Zukünftig wollen sich die Stadtverschönerer jeden dritten Mitttwoch im Monat zu einem Einsatz treffen“, kündigt Enrico Korth an. „Wer sich uns anschließen will, der kann schon beim nächsten Projekt am 19. Juni dabei sein“, lädt der Roßweiner ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr auf dem Baubetriebshof an der Goldbornstraße.

Dort wird ganz kurz die „Tagesaufgabe“ besprochen, bevor es an die Umsetzung geht. Was das ist, steht schon fest. „Die 100 Stufen am sogenannten Talbad sollen bearbeitet und der Wanderweg ins Wolfstal freigeschnitten werden“, so Enrico Korth.

Unterstützung bekommt die Interessengemeinschaft dann auch vom Bauhof. Dessen Mitarbeiter freuen sich nicht nur jetzt in der gegenwärtigen „heißen Wachstumsphase“ von Rasen und Unkraut über jede helfende Hand, wie Leiterin Monika Weigel versichert.

Gerade erst zur vergangenen Stadtratssitzung hatte Jens Tamke (AfD) gebeten, in Sachen Grünpflege Gas zu geben. Ihm sei an mehreren Stellen zu hohes Gras aufgefallen. Diese Beschwerde ist nicht die einzige. Einige Anwohner wenden sich auch direkt an die Bauhofchefin. Manche gehen dabei nicht zimperlich vor.

Freischnitt ehemaliger Bahntrasse steht im Herbst an

Doch es hat Gründe, weshalb es hier und da hängt. „Wir hatten in den letzten beiden Wochen das Fahrzeug zur Reinigung der Schleusen da, was Leute gebunden hat“, nennt Monika Weigel als einen Grund, weshalb ihre Mannschaft dem schnell wachsenden Grün auf kommunalen Flächen in der Stadt und den Ortsteilen nicht überall Herr werden konnte. Ein anderer seien Krankheitsfälle gewesen. Auch durch Pfingsten habe ein Tag gefehlt.

Insgesamt kann die Bauhofleiterin zehn Leute einsetzen – wenn niemand fehlt. Und diese Mitarbeiter sind nicht nur für die Grundpflege da, sondern auch für die vielen anderen Arbeiten vom Leeren sämtlicher Papierkörbe bis hin zu Reparaturen ganz unterschiedlicher Art.

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Die Stadtverschönerer, hervorgegangen aus sporadischen Subbotniks auf Initiative des Zukunftsforums, wollten sich in diesem Jahr schon zum Freischneiden eines Teilstückes der ehemaligen Bahntrasse Roßwein-Hainichen treffen. Letztlich musste dieses Projekt nach mehreren Anläufen auf den Herbst verschoben werden. Die Corona-Schutzverordnung ließ diese Arbeiten bis Ende Februar nicht zu.

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