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Döbeln

Reinigungskräfte wollen mehr Geld

Durch die Hygienevorschriften hat die Belastung der Mitarbeiter stark zugenommen. Aber mehr Personal wird nicht eingestellt.

Die Arbeitsbelastung der Reinigungskräfte habe pandemiebedingt stark zugenommen, so Bernd Günther, Bezirksvorsitzender der IG Bau Nord-West-Sachsen. Deshalb sollen sie mehr Geld bekommen.
Die Arbeitsbelastung der Reinigungskräfte habe pandemiebedingt stark zugenommen, so Bernd Günther, Bezirksvorsitzender der IG Bau Nord-West-Sachsen. Deshalb sollen sie mehr Geld bekommen. © Industriegewerkschaft Bauen-Agra

Mittelsachsen. Die rund 1.100 Reinigungskräfte im Landkreis Mittelsachsen sollen mehr Geld bekommen. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau).

Durch Corona werde deutlich, wie sehr es auf die oft unsichtbare Arbeit von Gebäudereinigern ankomme. „Ohne ihren Einsatz in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Supermärkten würde die Gesellschaft kaum so glimpflich durch die Krise kommen. Letztlich rettet Sauberkeit Leben“, so Bernd Günther, Bezirksvorsitzender der IG Bau Nord-West-Sachsen.

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Die Arbeitsbelastung der Reinigungskräfte habe pandemiebedingt stark zugenommen. „Um die neuen Hygienevorschriften einzuhalten, muss noch häufiger gereinigt werden. Etwa in Schulen soll jede Klinke mehrfach am Tag desinfiziert werden“, erklärt Günther. Trotz der zusätzlichen Aufgaben sei jedoch meist kein weiteres Personal eingestellt worden. Auch Bonus-Zahlungen habe es nicht gegeben – „obwohl die Beschäftigten täglich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind“.

In der laufenden Lohn-Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk fordert die IG Bau ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde für die zwei Mindestlöhne der Branche. Damit erhöhe sich der Einstiegsverdienst auf zwölf Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger kämen auf 15,30 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro mehr pro Monat erhalten. Zudem drängt die Gewerkschaft auf ein Weihnachtsgeld in Höhe von 80 Stundenlöhnen.

Die IG Bau ruft die Arbeitgeber auf, in der nächsten Tarifverhandlung ein „akzeptables Angebot“ vorzulegen. Die Verhandlungen mit dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks sind jetzt in die zweite Runde gegangen. (DA/rt)

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