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Richtfest für Klosterbucher Schulbauernhof

Am Rande von Klosterbuch wird seit dem Sommer gebaut. In einem Jahr sollen dort die ersten Schüler mitten in einer Streuobstwiese lernen.

Mit nur wenigen Handwerkern haben die Bauherren Elsbeth und Jürgen Pohl am Dienstag Richtfest für ihren Schulbauernhof in Klosterbuch gefeiert.
Mit nur wenigen Handwerkern haben die Bauherren Elsbeth und Jürgen Pohl am Dienstag Richtfest für ihren Schulbauernhof in Klosterbuch gefeiert. © Dietmar Thomas

Leisnig/Klosterbuch. Während bei der Grundsteinlegung im Sommer noch Fernsehteams, Vertreter von Behörden, Nachbarn und Planer dabei waren, mussten die Eheleute und Bauherren Elsbeth und Jürgen Pohl am Dienstag auf großes Tamtam zum Richtfest verzichten.

Doch offenbar passt dieser coronabedingte Verzicht ohnehin zum Motto der Pohls. Denn das heißt „Langsamer, kleiner, gut“. Unter dieser Überschrift haben sie auch ihr aktuelles Projekt – den Schulbauernhof – begonnen.

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Zwischen Waldrand und Zufahrt zur Weinbergsiedlung entsteht am äußersten Zipfel des Leisniger Ortsteiles Klosterbuch gerade ein Pferdestall für die beiden Kaltblüter „Napoleon“ und „Glück“. Mit diesen beiden Pferden wollen die Betreiber in Zukunft den Mädchen und Jungen vorführen, wie Streuobstwiesen auf traditionelle und umweltverträgliche Art bewirtschaftet werden können. 

So sieht die Schulbauernhof-Baustelle am Rande von Klosterbuch aus der Vogelperspektive aus.
So sieht die Schulbauernhof-Baustelle am Rande von Klosterbuch aus der Vogelperspektive aus. © Dietmar Thomas

Wegen Corona: Besser draußen lernen?

Außerdem soll es in dem Gebäude Möglichkeiten geben, die Früchte mit den Kindern zu verarbeiten und gegebenenfalls zu lagern. Weiterhin soll drinnen und draußen Wissen vermittelt werden. Letzteres, so war schon bei der Grundsteinlegung der Tenor, könnte immer wichtiger werden, wenn das Lernen in den Klassenzimmern unter Corona-Bedingungen beschwerlicher wird.

Für Oktober nächsten Jahres rechnen die Pohls mit der Aufnahme des praktischen Unterrichts auf dem Schulbauernhof. In den wird Jürgen Pohl seine Arbeitskraft und sein Wissen als Rentner investieren. 

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Elsbeth Pohl-Roux ist weiterhin in Sachen Kommunikation unterwegs. Ihr Büro hat sie vom Fachwerk- und Archehof Klosterbuch, den die Familie im Laufe des Jahres verkauft hat, in den ehemaligen Bahnhof des Ortsteiles verlegt. Die Immobilie gehört dem Verein „Be-greifen“, zu dessen Gründungsmitgliedern Elsbeth Pohl-Roux zählt.

Den Schulbauernhof bezeichnen beide als Herzensprojekt. Seit mehr als fünf Jahren verfolgen sie die Idee. Der Bauantrag war 2016 schon einmal genehmigt. Vergangenes Jahr mussten sich die Baubehörden und die Leisniger Stadträte nochmals damit beschäftigen, weil die Frist abgelaufen war. Schon 2019 hatte es die Zusage gegeben, dass die EU das Vorhaben aus dem Leader-Programm finanziell bezuschusst.

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