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Rohrbruch führt zu großem Wasserverlust

600.000 Liter Wasser gingen bei der Havarie in Gärtitz bei Döbeln verloren. Einige Häuser waren zeitweise ohne Wasser.

Die Veolia hat ein Stück der defekten Hauptwasserleitung an der Kremsche auswechseln lassen.
Die Veolia hat ein Stück der defekten Hauptwasserleitung an der Kremsche auswechseln lassen. © Lars Halbauer

Döbeln. Eine Havarie im Döbelner Wassernetz gab es am Mittwochabend. Gegen 17.30 Uhr brach eine größere Wasserleitung an der Straße An der Kremsche zwischen Gärtitz und Großbauchlitz. Durch den hohen Druck seien innerhalb kürzester Zeit 600 Kubikmeter Wasser aus der Leitung geflossen, so Sven Gammisch, Gruppenleiter Trinkwasser bei der Veolia, die das Wassernetz betreibt.

"Das ist eine Menge. Damit kann man 4.000 Badewannen füllen." Die Folge: Im gesamten Döbelner Stadtgebiet kam es bis etwa 19 Uhr zu einem hohen Druckabfall in den Leitungen. Vereinzelt sei kurzzeitig gar kein Wasser aus den Hähnen geflossen, wie zum Beispiel in Zschepplitz.

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Kollabierte Leitung bei Döbeln stammt von 1970

Durch Wasserfachkräfte der Veolia habe die Schadstelle schnell lokalisiert werden können, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch Herausschiebern des Leitungsabschnittes habe sich gegen 19 Uhr der Druck im Netz stabilisiert und die Wasserversorgung konnte für alle Haushalte wieder hergestellt werden.

Nur unmittelbar an der Rohrbruchstelle mussten fünf Häuser vom Trinkwassernetz getrennt werden. Die Bewohner wurden mit Wasserflaschen versorgt.

Seit Donnerstagmorgen war mit Unterstützung der Firma TKRS Mittelsachsen aus Waldheim die geborstene Trinkwasserleitung freigelegt und auf einer Länge von sechs Metern erneuert worden. Gegen 14.30 Uhr konnten wieder alle Häuser mit Wasser versorgt werden.

Wie Gammisch sagte, handelt es sich bei der kollabierten Leitung um ein Eternitleitung von 1970. Diese sind relativ bruchanfällig und mittlerweile in einigen Straßen ersetzt worden.

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