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Döbeln

"Babybäume" in Roßwein sind umgezogen

Schon beim Pflanzen haben die Familien gewusst, dass der Standort nicht der endgültige ist. Jetzt hat der Bürgermeister seine Ankündigungen wahr gemacht.

Die Bäume für die 2017 in Roßwein gepflanzten Bäume sind jetzt an ihren endgültigen Standort am Stiefelweg umgezogen.
Die Bäume für die 2017 in Roßwein gepflanzten Bäume sind jetzt an ihren endgültigen Standort am Stiefelweg umgezogen. © Elke Braun

Roßwein. Wenn aller guten Dinge wirklich drei sind, dann können sich die Eltern, die im Frühjahr 2018 einen Baum für ihren Nachwuchs gepflanzt haben, sicher sein: Jetzt wird’s was.

Am inzwischen dritten Standort sollen die Bäumchen nun endgültig in der Erde bleiben: am Stiefelweg. Dort sollen sie für die folgenden Generationen eine grüne Oase am Rande der Stadt sein und „einen kleineren Wald“ bilden, so bezeichnet es Bauhofchefin Monika Weigel.

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Ihr Team hat die knapp 38 Stammbäume in den vergangenen Tagen umgepflanzt. Die zurückliegenden beiden Jahre sind sie auf einer Fläche an der Kreuzung Zum Neidhardt/Schlosserstraße gewachsen – auf einem Alternativgelände.

2007 mit schöner Tradition in Roßwein begonnen

Denn eigentlich sollten sie auf einer kommunalen Fläche im Gewerbegebiet „Goldene Höhe“ gepflanzt werden. Doch kurz vor den Vorbereitungen dort ist festgestellt worden, dass die Fläche an einen Landwirt verpachtet ist, er das Grundstück wirklich nutzt und dies auch weiter vorhat.

Also musste die Verwaltung kurzfristig umdisponieren. Andernfalls hätte sie den eingeladenen Familien und deren Nachwuchs kurzfristig absagen müssen. Das allerdings wollte niemand. Denn das Pflanzen von Bäumen für die im Vorjahr geborenen Kinder ist eine schöne Tradition, zu der Stadtverwaltung und Wasserversorger Veolia einladen – 2018 schon zum elften Mal.

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2019 erhielten die Eltern noch einmal eine reguläre Einladung. Die Pflanzungen 2020 und 2021 stehen noch aus, weil die Pandemie-Auflagen solche Aktionen nicht zugelassen haben. „Wir planen jetzt für einen Sonnabend im Oktober eine größere Pflanzaktion“, sagt Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Der Termin werde noch vorm Sommer festgelegt und den Eltern, die 2019 und 2020 Zuwachs bekommen haben, mitgeteilt.

Damit die jetzt umgesetzten Stammbäume gut anwachsen, bekommen sie noch stützende Holzpfähle zur Seite gestellt. An denen werden auch die Tafeln mit den Namen der Mädchen und Jungen angebracht, für die die jungen Bäume gepflanzt worden sind. „Nach Abschluss der Umpflanzung wird jede Familie über den neuen Standort informiert und bekommt die dazugehörigen GPS-Daten“, verspricht Bürgermeister Lindner.

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