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Roßwein: Behörde ist mit Fußweg an der S34 einen kleinen Schritt weiter

Seit 2017 steht fest: Der neu gebaute Fußweg an der Döbelner Straße kann nicht so bleiben. Fast fünf Jahre später ist immer noch nichts passiert – zumindest vor Ort.

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Fünf Jahre nach der Fertigstellung des Ausbaus der Döbelner Straße in Roßwein könnte der Gehweg nach damals schon bestehender DIN hergerichtet werden. Derzeit ist er abschnittsweise viel zu steil.
Fünf Jahre nach der Fertigstellung des Ausbaus der Döbelner Straße in Roßwein könnte der Gehweg nach damals schon bestehender DIN hergerichtet werden. Derzeit ist er abschnittsweise viel zu steil. © Dietmar Thomas

Roßwein. Wird das Problem des zu steilen Fußweges an der Döbelner Straße in Roßwein in diesem Jahr endlich aus der Welt geschafft? Diese Frage kann Franz Grossmann, Sprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), im Moment noch nicht beantworten.

Das Lasuv ist Auftraggeber für den Ausbau der Staatsstraßen durch Roßwein gewesen. Der hatte 2015 in der Hermannstraße begonnen. 2017 konnte der Innenstadtring im Bereich Döbelner Straße/Markt fertiggestellt werden.

Gefahr für Rollstuhlfahrer besteht weiterhin

Schon damals hatte der bis dahin noch aktive Behindertenbeirat darauf hingewiesen, dass mit dem neuen Gehweg eine Gefahrenquelle geschaffen worden ist. Statt der Querneigung von 2,5 Prozent weist der Weg an seiner steilsten Stelle eine Neigung von 15 Prozent aus.

Begründet wurde diese Abweichung seitens der Behörde mit den örtlichen Gegebenheiten, unter anderem einer Einfahrt. Doch der Beirat hat nicht locker gelassen und immer wieder darauf hingewiesen, dass Fortbewegungshilfen wie etwa ein Rollstuhl bei bestimmter Witterung kippen könnten, neu geschaffenes aber von allen gleichermaßen nutzbar sein muss. Denn von Barrierefreiheit profitieren auch Eltern mit Kinderwagen, nicht nur ältere Menschen.

Planung ist mittlerweile abgeschlossen

Nach vielen Gesprächen, wie der Gehweg umgestaltet werden kann, ist nunmehr eine Lösung gefunden. „Die Planung für den Umbau des Gehweges ist abgeschlossen“, sagt Grossmann auf DA-Anfrage. Die Ausschreibung der Bauarbeiten habe allerdings noch nicht erfolgen können.

Grund dafür sei, dass die Abstimmung mit den Grundstückseigentümern zur Umsetzung der erforderlichen Baumaßnahmen an beziehungsweise in den Grundstücken bisher nicht abgeschlossen seien.

Für die Umbauarbeiten wurden vom Landesamt bislang Kosten von voraussichtlich rund 40.000 Euro ermittelt, teilt Grossmann weiter mit. Um eine Mängelbeseitigung, für die die damalige Baufirma zuständig wäre, handelt es sich nicht. Das hatte die Behörde schon relativ rasch nach der Freigabe der Straße im Sommer 2017 klargestellt. Für die Kosten für den Umbau der Straße nach aktueller DIN muss der Steuerzahler aufkommen.