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Geht Roßwein neue Wege bei der Spielplatzpflege?

Um bestimmt 15 Spielplätze in Roßwein und den Ortsteilen müssen sich die Mitarbeiter des Bauhofes kümmern. Das könnte in Zukunft die Möglichkeiten der Kommune übersteigen. Der Bürgermeister denkt über Alternativen nach.

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Der Spielplatz an der Bahnhofstraße in Roßwein ist nicht der attraktivste.
Der Spielplatz an der Bahnhofstraße in Roßwein ist nicht der attraktivste. © Dietmar Thomas

Roßwein. Roßwein hat etwas, was sich Eltern in mancher Nachbarstadt wünschen: Einen modernen Spielplatz. „Rösser im Schilf“ ist nach der Flut 2013 entstanden, und zwar als Ersatz für die überfluteten Flächen am ehemaligen Sputnik unmittelbar neben der Mulde.

Außer dieser Tummelfläche gibt es noch mehr als ein Dutzend weitere in der Stadt und den Ortsteilen. Einer, der längst nicht so attraktiv ist wie der neue, befindet sich an der Bahnhofstraße. „Kann dort nicht mal was passieren?“, fragte Stadtrat Steffen Thiele (SPD). Die Rutsche sei schon länger gesperrt. Nicht schön für Kinder, die sich gerade auf diesen Spaß gefreut hätten.

Kaputte Rutsche inzwischen abgebaut

Damit die Enttäuschung nicht ganz so groß ist, hat die Kommune die wegen Baumängeln nicht mehr nutzbare Rutsche abbauen lassen. Die Instandsetzung stellt Bürgermeister Hubert Paßehr (CDU) mit dem im Haushalt pauschal für die Unterhaltung vorgesehenen Geld in Aussicht. Ob dann eine zeitnahe Abnahme des TÜVs möglich ist, kann der Rathauschef nicht sagen.

Michael Klöden, der im Bauamt unter anderem für die TÜV-Termine zuständig ist, schilderte im Technischen Ausschuss wie schwer es ist, Abnahmen dazwischenzuschieben. Es gibt lange vereinbarte Touren, sodass es nach einer Reparatur durchaus auch eine Weile dauern könnte, bis das Spielgerät freigegeben und zurück auf dem Platz ist.

Insgesamt könnte sich der Bürgermeister vorstellen, dass die Kommune neue Wege bei der Spielplatzpflege prüft und gegebenenfalls auch geht. Er will die Verantwortung dafür nicht wegschieben, aber teilen.

Spielplatzträger muss nicht immer die Kommune sein

Er könnte sich vorstellen, dass kleine Spielplätze privat und dafür eine Art Eigentümer- beziehungsweise Pflegegemeinschaft gegründet werden. Ein Beispiel dafür hat es in Roßwein schon in einem Wohngebiet gegeben, wo ein Vermieter einen Spielplatz angelegt und unterhalten hat. Die Abstimmungen dafür müssten allerdings intensiv sein. Bestimmte Vorschriften würden aus Sicherheitsgründen überall gelten.

Am besten in Schuss – und rege genutzt – sind Spielplätze, die wie der an der Kohlenstraße (Rösser im Schilf), der in Gleisberg oder in Otzdorf. Das sind zugleich Roßweins modernste, oft mit Fördergeld errichtete Spielplätze.

Hier und da helfen schon jetzt Ehrenamtliche bei der Unterhaltung. So haben zum Beispiel die Rösser und alle anderen Holzbauteile bei einem samstäglichen Arbeitseinsatz einen neuen Schutzanstrich bekommen.