merken
PLUS Döbeln

Roßwein räumt bei eigenen Immobilien auf

Die Verkaufsliste ist geschrumpft. Nur noch ein, zwei Objekte sind im Angebot – vorläufig.

Mit Beharrlichkeit hat Roßwein Immobilien angeboten, die die Kommune selbst nicht nutzt. Derzeit steht ein Wohn- und Geschäftshaus in Niederstriegis auf der Angebotsliste.
Mit Beharrlichkeit hat Roßwein Immobilien angeboten, die die Kommune selbst nicht nutzt. Derzeit steht ein Wohn- und Geschäftshaus in Niederstriegis auf der Angebotsliste. © Lars Halbauer

Roßwein. Auch wenn sie wenig oder nichts einbringen, also teilweise oder komplett leer stehen, kosten Immobilien Geld. Das geht privaten Eigentümern nicht anders als der Kommune. Deshalb trennt sich die Stadt Roßwein seit Jahren von den Gebäuden, für die sie selbst keinen Verwendungszweck mehr hat.

Bürgermeister Veit Lindern (parteilos) freut sich, dass die Liste der zum Verkauf stehenden städtischen Immobilien in letzter Zeit deutlich geschrumpft ist. Über Jahre war zum Beispiel ein Gebäude im Ortsteil Grunau zu haben. Dafür fanden sich mittlerweile genauso Interessenten wie für das Haus Auf dem Werder 22.

Anzeige
Der Eyecatcher beim Roadtrip
Der Eyecatcher beim Roadtrip

Ein Gefühl von Freiheit schnuppern, den Alltagsstress vergessen und viel PS genießen - ein Trike bietet den perfekten Fahrspaß für Individualisten.

Für ein Gebäude in der Querstraße gab es sogar noch einen Förderbonus beim Hauskauf. Die Kommune hatte im Altstadtgebiet einen Nachlass gewährt, wenn sich Familien dieser Gebäude annehmen. Das ist aber nur in diesem einen Fall genutzt worden. „Mehr Nachfragen gab es dazu leider nicht“, so der Rathauschef. Er geht deshalb davon aus, dass es diese stadtbezogene Unterstützung für einen Immobilienkauf in Roßwein auch nicht weiter geben wird.

Gebäude wie Schulen oder Sporthallen sind tabu

Aktuell bietet die Kommune ein Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße in Niederstriegis an. Die Einheimischen werden die Immobilie wahrscheinlich kennen: Im Keller des Hauses gab es einmal einen Jugendclub, und nebenan im früheren Konsum haben die meisten bis zur Wende wohl mehr oder weniger regelmäßig ihre Einkäufe erledigt.

Auch in Zukunft könnte es noch Bewegung auf der Gebäude-Verkaufsliste geben. So hat die Kommune vor Jahren zum Beispiel die frühere Mädchenschule an der Döbelner Straße übernommen. Das Gebäude neben dem Mitteldeutschen Fachzentrum Metall und Technik (MFM) wird gegenwärtig für die Kinderbetreuung genutzt, weil Grundschule und Hort am Weinberg Baustelle sind. Sollte sich danach keine neue Nutzung für das Haus abzeichnen, wäre eine Vermarktung durchaus denkbar. Das letzte Wort darüber haben die Stadträte.

„Nicht zur Disposition stehen Gebäude, die wir für die Daseinsfürsorge benötigen“, erklärt der Rathauschef. Dazu gehörten Schulen, Kitas, Sporthallen, die Feuerwehrdepots oder wie in Naußlitz der Raum, in dem die Wäschemangel untergebracht ist.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln