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Roßwein setzt nicht mehr nur aufs Pferd

Dem Ross als Wappentier machen seit diesem Jahr „Drahtesel“ Konkurrenz. Weshalb sich ein Spaziergang durch die Stadt lohnt.

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Um die Blumenräder vom Sommer haben Roßweins Bauhofmitarbeiter jetzt einen Adventsschmuck kreiert.
Um die Blumenräder vom Sommer haben Roßweins Bauhofmitarbeiter jetzt einen Adventsschmuck kreiert. © Dietmar Thomas

Roßwein. Alle Jahre wieder – das trifft in Roßwein auf den Adventsschmuck im Stadtgebiet nicht zu. Nachdem 2021 ein großer Schwibbogen am Eingang Nossener Straße dazugekommen ist, gibt es in diesem Advent einen neuen Hingucker an der Döbelner Straße/Ecke untere Weinbergstraße.

Dort kuscheln zwei alte, mittlerweile aber in den Stadtfarben rot-weiß gesprühte Fahrräder. Die haben schon den Sommer über einige bewundernde Blicke auf sich gezogen. Denn das Bauhofteam um Monika Weigel sowie etliche weitere Helfer hatten die Räder zu einem Blumenständer umfunktioniert. Dank guter Pflege war diese außergewöhnliche Dekoration bis weit in den Herbst hinein ein Blickfang auf dem Weg in die Innenstadt.

Eigentlich sollten die Räder schon eingemottet sein

Nachdem die Stadtgärtner die Sommerbepflanzung dann entsorgt hatten, war das Fahrradduo auch „nackig“ ein Blickfang. „Eigentlich wollten wir die Räder wegräumen, haben uns dann aber anders entschieden“, sagt Monika Weigel.

Darüber werden alljene nicht traurig sein, die selbst gern kreativ sind und sich über solche Anregungen beziehungsweise diese Art Stadtverschönerung freuen. Denn mittlerweile schmückt das besondere Radduo ein Weihnachtsbaum. Daneben steht ein Sack mit Geschenken, der nur auf den Weihnachtsmann zu warten scheint. Auch zu diesem neuen Adventsschmuck hat das Bauhofteam bereits mehrere positive Rückmeldungen bekommen.

Oftmals keine Zeit, um kreativ zu sein

Die Blumen- und jetzt die weihnachtlich geschmückten Räder sind ein Farbtupfer und ein netter Willkommensgruß. Genau das wollten die Initiatoren auch erreichen: die vorher tote Ecke zu beleben. Von solchen Ecken hat Roßwein noch einige. Jede kann das Bauhofteam nicht gestalten. Dafür fehlt den Mitarbeitern die Zeit.


Deshalb freuen sich einige Roßweiner auch über ehrenamtlichen Einsatz. Der zeigt sich unter anderem im Hof des Kräutergartens, wo Monika Weigel mit Unterstützung ihrer Tochter und weiterer Helfer die Weihnachtsgeschichte nachgestellt hat.

Hinweis: Am Sonntag von 10 bis 20 Uhr können sich Spaziergänger das „Krippenspiel“ im Kräutergarten am Roßweiner Schuldurchgang Stelle wieder anschauen.