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Roßwein startet Offensive gegen Schmierfinken

Das Beschmieren von Wänden und anderen Flächen hat zugenommen. Hinweise auf die Täter könnten der Polizei helfen.

Solche Schmierereien sind in Roßwein jetzt vielfach aufgetaucht.
Solche Schmierereien sind in Roßwein jetzt vielfach aufgetaucht. © Dietmar Thomas

Roßwein. Das Maß ist mal wieder voll. In den vergangenen Tagen haben die Vollzugsbediensteten von Roßwein und aufmerksame Beobachter eine Reihe von Schmierereien im Stadtgebiet entdeckt: Auf Fassaden an der Rüderstraße, unterhalb des Treppenaufganges zum Einkaufszentrum Haßlauer Straße, am Kletterturm des ehemaligen Sputnik-Spielplatzes sowie an verschiedenen History-Stelen leuchten zum Teil Schriftzüge. Diese scheinen der aus Berlin-Kreuzberg stammenden Sprayer-Gruppe 1UP nachempfunden zu sein.

Derartige Schmierereien sind Sachbeschädigungen und – je nach Art des Untergrundes – mittelschwer bis schwer wieder zu entfernen. Das Team des Bauhofes hat dafür einen Kasten voller Hilfsmittel. Doch nicht überall kommen die Mitarbeiter damit so voran, dass die Farbe weggeht beziehungsweise übertüncht werden kann. Auch private Eigentümer von Häusern oder Flächen kennen derartige Probleme.

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Daher bittet die Stadt Roßwein die Einwohner darum, die Augen aufzuhalten. Wer Leute beobachtet, die Häuser oder Gegenstände beschmieren, möge sich besondere Kennzeichen wie auffällige Kleidung, Fahrzeuge oder deren Nummernschilder merken, notieren und an Polizei oder Ordnungsamt weitergeben.

Zeugen können helfen, Straftäter zu ermitteln

Dass solche Hinweise wichtig sind, darauf weist der Leiter des Döbelner Polizeireviers Andrée Wagner regelmäßig hin. Nur mithilfe von Zeugen sei es oftmals möglich, die Täter nach derartigen Delikten zu ermitteln und damit auch zur Rechenschaft zu ziehen. Wagner stellt den Roßweiner Stadträten in jedem Jahr die aktuelle Kriminalstatistik vor.

Dabei gehe es nicht darum, jemanden zu verpetzen oder zu denunzieren, heißt es im News-Portal der Stadt Roßwein. Vielmehr sei Anliegen, eine Straftat aufzuklären. Ebenfalls wichtig sei aus Sicht von Kommune und Polizei, dass sich Zeugen nicht selbst in Gefahr bringen. Das trifft neben Schmierereien auch auf andere Art von Sachbeschädigungen wie etwa Zerstörungen zu.

Die Stadtverwaltung bittet diejenigen, die etwas beobachten, sich umgehend an die Polizei (Tel. 03431 6590) oder im Nachgang an das Ordnungsamt (Tel. 034322 46620) zu wenden. Unter diesen Kontaktdaten werden auch Zeugen für die Zerstörung der Ketten gesucht, die zum Schutz um die Postmeilensäule auf dem Roßweiner Marktplatz angebracht waren. Sie lagen eines Morgens zerrissen am Boden.

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