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Roßwein trauert um Ulf Kirchhof

Der langjährige Chef eines Technikgeschäfts starb am Samstag im Alter von 50 Jahren. Vor allem der Sportverein trauert um seinen Trainer.

Ulf Kirchhof aus Roßwein war Meister für Radio- und Fernsehtechnik. In diesem Jahr besteht sein Geschäft an der Lommatzscher Straße seit 25 Jahren.
Ulf Kirchhof aus Roßwein war Meister für Radio- und Fernsehtechnik. In diesem Jahr besteht sein Geschäft an der Lommatzscher Straße seit 25 Jahren. © Archiv/André Braun

Roßwein. Knapp 25 Jahre war Ulf Kirchhof Chef seiner seines eigenen Fernsehdienstes und Antennenservices an der Lommatzscher Straße in Roßwein. Bekannt war der Roßweiner auch im Roßweiner Sportverein (RSV), wo er zuletzt als Trainer fungierte. Nun ist er im Alter von 50 verstorben. Darüber informiert der RSV in einem Beitrag auf Instagram.

Nach Informationen von Sächsische.de kämpfte der Roßweiner schon seit einiger Zeit mit einer Krebserkrankung. Am Samstag sei er letztlich verstorben.

Eigene Firma gegründet, später schwer erkrankt

Im Jahr 1996 gründete Ulf Kirchhof als Fernsehtechnikmeister seinen eigenen Fernsehdienst in Roßwein. Kirchhofs Mitarbeiter kamen in den Folgejahren zum Unternehmen. Zuletzt bestand das Team nach eigenen Angaben aus zwei Technikern, dem Meister und einer Bürofachkraft.

1998 erkrankte Kirchhof schwer und fiel etliche Monate aus. Seine Frau und das Team hielten das Geschäft am Laufen. Der Technikmeister erholte sich zwar, erhielt jedoch im Herbst 2020 die Nachricht über seine Krebsdiagnose.

Knapp elf Jahre später konnte die Firma an der Lommatzscher Straße ihren neuen Firmensitz einweihen. Vor Ort konnte der Roßweiner seine Kunden bei vielen Technikfragen helfen und Probleme lösen. Durch die Mitgliedschaft im Euronics-Verbund hat das Geschäft auch topaktuelle Marken-Geräte angeboten.

Der Technikmeister Meister hat auch schon Lehrlinge zum Informationselektroniker ausgebildet. Zuletzt war das 2011 der Fall, wie er selbst erzählte.

RSV: "Ulf wird immer ein Teil von uns bleiben"

Ulf Kirchhof übernahm 2020 auch den Vorsitz der Roßweiner Antennengemeinschaft. Dort kümmerte er sich zuletzt mit dem Verein um mehr als 1.000 Haushalte, die über die Gemeinschaft ihr Fernsehen empfangen. Der Vorstand wird weiterhin handlungsfähig bleiben, jedoch sein Vorstandsmitglied "schmerzlich vermissen", so Kirchhofs Cousin Andreas Götze gegenüber Sächsische.de.

Als Trainer und Fußballer war der Roßweiner auch im RSV bekannt. Dort engagierte er sich in der Abteilung Fußball nach Angaben des Vereins sehr und spielte unter anderem auch für die Alten Herren-Mannschaft.

In einem Post auf Instagram trauern die Mitglieder um ihren Sportkameraden: "Ulf war ein lebensfroher, immer direkter und loyaler Mensch. Es ist kaum in Worte zu fassen, welch schmerzliche Lücke er nicht nur bei den Roßweiner Fußballern hinterlässt, sondern vor allem bei seinen Angehörigen. Ihnen gehört unser tiefstes und aufrichtiges Mitgefühl. Ulf wird immer ein Teil von uns bleiben."

Kirchhof hinterlässt Frau und zwei Kinder

Überraschend kommt der Tod von Ulf Kirchhof auf für Roßweins Bürgermister Veit Lindner (SPD). Auf Anfrage sagt er: "Wir sind sehr bestürzt über die traurige Nachricht. Es ist unfassbar, wie so ein guter Mensch, ein sehr guter Freund, in einem so jungen Alter von uns gehen konnte. Er hat die Antennengemeinschaft mit Leidenschaft übernommen und mit seinem Geschäft alle technischen Anliegen der Bürger abgesichert. Wir trauern um ihn und sind mit den Gedanken bei seiner Familie."

Ulf Kirchhof hinterlässt seine Frau Claudia, mit der er viele Jahre verheiratet war, und seine beiden Söhne im Alter von 16 und 13 Jahre.

Hinweis: Eine frühere Fassung dieses Beitrags beinhaltete zwei Fehler, die gegen 17 Uhr korrigiert wurden.

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