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Döbeln

Roßwein will weiter an der Zukunft arbeiten

Das Forum konnte sich 2020 noch weniger als sonst treffen. Aufgeben will Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) dieses Gremium aber nicht.

Ehrenamtliche aus der Stadt Roßwein wollen auch 2021 Ideen zusammentragen, wie die Stadt attraktiver werden kann: für Familien, für Senioren oder für Kultur- und Sportbegeisterte.
Ehrenamtliche aus der Stadt Roßwein wollen auch 2021 Ideen zusammentragen, wie die Stadt attraktiver werden kann: für Familien, für Senioren oder für Kultur- und Sportbegeisterte. © Dietmar Thomas

Roßwein. Zukunftsforum – unter diesem Begriff treffen sich in Roßwein seit mehreren Jahren Ehrenamtliche, die glauben, dass die Stadt eine Perspektive hat. Nach monatlichen Treffen ist die Runde schon zu quartalsweisen Zusammenkünften übergegangen. Doch nicht einmal dazu konnte der Rathauschef 2020 einladen – coronabedingt.

Einen neuen Termin für 2021 gibt es angesichts der sich ständig ändernden Bestimmungen im Zusammenhang mit der Pandemie aber nicht. Dafür steht fest: „Einschlafen soll der Workshop keinesfalls.“ Immerhin gibt es nach Einschätzung von Lindner auch einiges, was die Gruppe in der Vergangenheit erreicht, oder zumindest angeschoben hat.

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Dazu gehören zum Beispiel Projekte im Bereich Kultur und Freizeit. So ist nach einer Idee im Zukunftsforum eine Wandergruppe entstanden und letztlich auch ein europäisches Förderprogramm „angezapft“ und das Bürgerhaus aufgebaut worden.

Mehr Mobilität für die Anwohner der Ortsteile

Auch im Hinblick auf die Anbindung der Ortsteile an den öffentlichen Personennahverkehr ist im Zukunftsforum Vorarbeit geleistet worden. Eine Bürgerbefragung hatte ergeben, dass sich Anwohner mancher Ortsteile abends „abgehängt“ fühlten, weil kein Bus mehr nach Roßwein oder von Döbeln zurück fährt.

Nachgedacht wurde daraufhin über einen Bürgerbus. Zustande gekommen ist der aber letztlich nicht. Dennoch will der Bürgermeister gerade da anknüpfen und eine bessere Anbindung der Ortsteile thematisieren.

Bei einem nächsten Zukunftsforum sollte es zunächst einmal ums Radfahren gehen. Neben einem allgemeinen Radwegekonzept gibt es auch regionale Pläne, wobei die Anrainerkommunen mit dem Projekt des Ausbaus der ehemaligen Bahntrasse Roßwein-Hainichen kaum vorankommen.

Ansprechpartner für Kultur benannt

Angenommen hatten sich die Mitglieder des Zukunftsforums im vergangenen Jahr trotz der Corona-Einschränkungen vor allem zwei Fragen: Brauchen die älteren Einwohner Roßweins mehr Angebote, um sich zu treffen und wenn ja, welcher Art sollten diese sein?

Ein anderes Mal ging es um das große Thema Kultur. Dafür hatten sich in dieser Runde zwei Ansprechpartner bereiterklärt: Astrid Sommer vom Bürgerhaus und Alexej Vancl vom Theater Figuro. Bei ihnen sollen in Zukunft Ideen gebündelt und Mitstreiter für die Umsetzung gesucht werden.

Eine erste spontane Idee, das Hartenbergsingen in ganz kleinem Rahmen auch unter Corona-Bestimmungen aufleben zu lassen, konnte schließlich aber nicht umgesetzt werden.

Räume für Seniorentreffen gibt es

Das Virus hat auch die Pläne zunichtegemacht, sich weiter mit dem Thema Angebote für Senioren zu beschäftigen. Außerhalb der Pandemie lädt der Bürgermeister jeden Monat zu einem Rentnertreffen ein.

Das Nächstmögliche sollte im Herbst in der Begegnungsstätte „Sonnenschein“ bei Ina Porst stattfinden. Doch dazu ist es ebenfalls nicht gekommen, um diesen Personenkreis keinen Ansteckungsgefahren auszusetzen.

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 Es bleibt mehr auf der Strecke, als erreicht wird. Das macht die Beteiligten unzufrieden. Damit hielten sie beim Treffen in dieser Woche nicht hinterm Berg.

Anliegen war und bleibt es, die Möglichkeiten von Treffen aufzuzeigen. Ina Porst hat sich bereiterklärt, ihre Räume häufiger als bisher zur Verfügung zu stellen – wenn Bedarf besteht. Dafür braucht es allerdings eines Ehrenamtlichen, der die Angebote koordiniert.

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