merken
Döbeln

Roßweins Rathauschef erfüllt Wünsche

Auch in ungewissen Corona-Zeiten plant Roßwein etwas für die Stadt Neues: einen lebendigen Adventskalender. Den gibt es in Leisnig schon.

Andreas Röder gehört zu den Roßweiner Dampfmaschinenfreunden. Auch sie beteiligen sich am lebendigen Adventskalender, den es in diesem Jahr in Roßwein zum ersten Mal gibt.
Andreas Röder gehört zu den Roßweiner Dampfmaschinenfreunden. Auch sie beteiligen sich am lebendigen Adventskalender, den es in diesem Jahr in Roßwein zum ersten Mal gibt. © Lutz Weidler

Roßwein/Leisnig. In beinahe jeder Stadt in der Region und in ländlichen Gegenden wie Massanei oder im Striegistal gibt es ihn schon, teilweise seit Jahren: einen lebendigen Adventskalender. Nun will auch Roßwein nachziehen und verschiedene Aktionen anbieten.

Die Fäden der Vorbereitung sind zunächst bei Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) zusammengelaufen. Wie er sagt, sei der Wunsch, Derartiges auch in Roßwein auf die Beine zu stellen, schon im Vorjahr an ihn herangetragen worden.

Anzeige
Hier gibt's die guten Nachrichten für 2021!
Hier gibt's die guten Nachrichten für 2021!

Jetzt wechseln zu günstigen Strom mit Vertrauensgarantie!

Perspektivisch hofft und wünscht er sich, dass sich Privatpersonen oder Mitglieder eines Vereins finden, die dieses Ehrenamt übernehmen. Und er ist sich ziemlich sicher, dass sich nach einer gewissen Zeit der Praxis auch noch mehr Gastgeber für den einen oder anderen Tag im Advent finden. Für dieses Jahr sei es nicht unbedingt einfach gewesen, Mitwirkende zu finden. Geplant ist die Aktion für jeden Tag im Advent, und zwar von 14 bis 17 Uhr.

Den Weihnachtsmann engagiert

Wie nahezu überall, beteiligen sich auch in Roßwein Vereine, Privatpersonen und Gewerbetreibende an dieser besonderen Kalenderart. Weil die Kommune als Veranstalter auftritt, hat sie auch selbst für mehrere Tage den Weihnachtsmann engagiert. „Der wird auf dem Marktplatz oder wenn es die Corona-Vorschriften zulassen, im Ratssaal gegen ein Lied oder ein Gedicht kleine Geschenke verteilen“, kündigt der Rathauschef an.

Er will außerdem die Möglichkeit schaffen, dass Kinder einen Wunschzettel abgeben können. In den Vorjahren wurde damit ein Baum im Rathausfoyer – hauptsächlich am Weihnachtsmarktwochenende – geschmückt. Einige dieser Wünsche sind für Kinder aus sozial schwachen Familien am Heiligabend dann tatsächlich in Erfüllung gegangen.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Eine detaillierte Übersicht, wo was passieren soll, will der Bürgermeister noch nachreichen. Er bittet darum, dass sich diejenigen, die die Angebote nutzen wollen, an die aktuellen Corona-Vorschriften halten, beispielsweise eine Alltagsmaske mitbringen und in Räumen dann auch tragen.

Nicht anders sieht es bei Angeboten in Leisnig aus. Dort gibt es einen lebendigen Adventskalender zum zweiten Mal. Inwieweit tatsächlich jeden Tag ein „Türchen“ oder gar ein mächtiges Tor – nämlich das der Burg Mildenstein – geöffnet werden kann, das hängt davon ab, wie die Corona-Verordnung im Dezember aussehen wird.

Bettina Schruth konnte Neugierigen bei der Premiere des lebendigen Adventskalenders 2019 in Leisnig zeigen, wie sie Kerzen zieht. Dazu hat sie sich auch in diesem Advent bereiterklärt - wenn die Corona-Regelungen das gestatten.
Bettina Schruth konnte Neugierigen bei der Premiere des lebendigen Adventskalenders 2019 in Leisnig zeigen, wie sie Kerzen zieht. Dazu hat sie sich auch in diesem Advent bereiterklärt - wenn die Corona-Regelungen das gestatten. © Dietmar Thomas

In der Kerzenwerkstatt und im Kulturbahnhof

Wegen des Lockdowns im November wird es am ersten Advent keine Aktionen im Bereich Burg/Burglehn geben. Geplant war unter anderem ein Konzert. Das steht schon einmal fest. Wie es dann im Dezember zum Beispiel auf Burg Mildenstein weitergeht, hängt von den Entscheidungen des Freistaates ab.

 Im Moment ist die Burg geschlossen. Darf sie im Dezember öffnen, dann wird es beispielsweise am zweiten Advent Nikolaus- und Winterburggeschichten auf dem Mildenstein geben. Diese Traditionen werden gleich mit dem Adventskalender verbunden.

Weiterhin geplant ist eine Nachtwanderung, die bei Bettina Schruth in oder an der Kerzenwerkstatt enden soll. Es steht die Einladung in die Salzgrotte, in den Kulturbahnhof, in die Schneiderei Schneeweiß, ins Stiefelmuseum sowie auf die Muldenwiese, wo die Kanuten ein Feuer zum Stockbrotbacken schüren wollen. Und wenn möglich sollen das Kfz-Museum an der Kirchstraße oder ein kleines Hausmuseum bei Familie Schreiber an der Waldstraße 11 in Fischendorf öffnen.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln