merken
PLUS Döbeln

S32 in Döbeln: Endlich geht es weiter

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat jetzt die Planfeststellung beantragt. Bis zur Genehmigung kann es aber noch dauern.

Die immer wieder geflickte Straße zwischen dem Krematorium und der B 169 soll saniert werden.
Die immer wieder geflickte Straße zwischen dem Krematorium und der B 169 soll saniert werden. © Dietmar Thomas

Döbeln. Seit Jahren ist die Staatsstraße 32 auf dem Geyersberg ordentlich ausgebaut. Nur der Abschnitt zwischen Krematorium und B 169 ist in einem miesen Zustand geblieben.

 Lange schon plant das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) den Ausbau, ohne damit entscheidend voranzukommen. Aber jetzt ist ein weiterer Schritt getan. Das Lasuv hat das lange angekündigte Planfeststellungsverfahren bei der Landesdirektion Sachsen beantragt.

TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen

Was ist los in Sachsen und Umland? Wo gibt es was zu erleben? Unsere Top-Veranstaltungen der Woche!

Die Planunterlagen liegen seit vorvergangener Woche bei der Landesdirektion Sachsen vor. Derzeit werde das Anhörungsverfahren vorbereitet, informierte der stellvertretende Pressesprecher Ingolf Ulrich auf Anfrage. Wie üblich werden die Planungsunterlagen öffentlich ausgelegt. 

Jeder kann Einsicht nehmen und Einwände und Hinweise anbringen. Einen Termin für die Auslegung der Unterlagen gebe es noch nicht. Er wird öffentlich bekannt gemacht, so Ulrich.

Fahrbahn soll breiter werden

Ein Planfeststellungsverfahren kann Jahre dauern. Wie lange, das sei von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig, welche die Landesdirektion Sachsen nicht beeinflussen kann, so Ulrich. Unter anderem von der Anzahl und Qualität möglicher Einwendungen gegen das Vorhaben.

Das komplizierte Verfahren ist notwendig, weil das Lasuv die S 32 nicht nur erneuern, sondern umfangreicher ausbauen will. Auf 1,4 Kilometer Länge zwischen Krematorium und Neudorf soll sie auf sieben Meter verbreitert und die Linienführung optimiert werden. Außerdem ist der Bau eines Radweges vorgesehen.

Schwierigkeiten hatte der Bauherr zuletzt mit der notwendigen Regenrückhaltung. Dort setzt die europäische Wasserrahmenrichtlinie an, die das Ableiten des Oberflächenwassers und damit auch von möglichen Schadstoffen regelt.

Sanierung weiterer Abschnitte geplant

In und um Döbeln ist die S 32 mittlerweile über weite Strecken in einem ordentlichen Zustand. Aber noch nicht überall. Zwischen Pommlitz und Simselwitz ist die Straße noch nicht erneuert. Die Stadt Döbeln verkündet in ihrem Rathausjournal die voraussichtliche Erneuerung von April bis Juli kommenden Jahres. 

Das Lasuv ist mit der Bestätigung dieses Termins aber zurückhaltend. Die Einordnung der Fahrbahnerneuerung zwischen Pommlitz und Simselwitz in das Bauprogramm 2021 werde geprüft, teilt Franz Grossmann von der Pressestelle des Lasuv auf Anfrage mit. „Entsprechend ist die Angabe eines Baubeginns nicht belastbar möglich.“

Ortsdurchfahrt Meila zurückgestellt

Geplant ist auf jeden Fall eine Erneuerung der Fahrbahn auf rund 1,1 Kilometer Länge zwischen dem Ortsausgang Pommlitz und der Autobahnbrücke. Es soll kein grundhafter Ausbau erfolgen. Vorgesehen ist die Erneuerung der Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht.

Die ebenfalls notwendige Fahrbahnerneuerung der Ortsdurchfahrt der S 32 in Meila hat das Lasuv auf nicht absehbare Zeit zurückgestellt. Auf der Prioritätenliste der Behörde rangiert dieses ebenfalls schon lange geplante Vorhaben auf einem der hinteren Plätze.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln