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Sadomasochismus auf der Kunsttreppe

Die Schau mit Werken von Salvador Dalí war eigentlich schon für März geplant. Nun wird sie im Waldheimer Museum am Sonntag eröffnet.

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Eines der Kunstwerke, die ab Sonntag besichtigt werden können.
Eines der Kunstwerke, die ab Sonntag besichtigt werden können. © FMP-Stiftung

Wegen der Corona-Pandemie musste die François Maher Presley-Stiftung für Kunst und Kultur die Ausstellung damals verschieben. Salvador Dalí gehört zu den Künstlern der Klassischen Moderne.

Darüber hinaus hat er neben Pablo Picasso wohl das umfangreichste künstlerische Werk der Menschheitsgeschichte hinterlassen. Dieses wird auf rund 100.000 Objekte geschätzt. Dazu gehören unter anderem zahlreiche Ölgemälde und literarische Umsetzungen in sehr vielen Mappenwerken (Grafiken) und Skulpturen.

Das Mappenwerk „Venus im Pelz“, das im Original ab Sonntag, 27. September, auf der Kunsttreppe im Stadt- und Museumshaus in Waldheim zu sehen sein wird, beschäftigt sich inhaltlich mit dem Sadomasochismus.

Nicht nur Erotik im Bild

Wenngleich die Abbildungen vordergründig Erotik darstellen, so geht es bei diesem zwischenmenschlichen Umgang eher um einen psychischen Vorgang, um „Macht“ und „Ohnmacht“, „Besessen-Werden“ und „Besitzen“.

Das Werk entstand Mitte der 1960er Jahre. Dies geschah erstmals in dieser Form. Zur gleichen Zeit hat sich auch Picasso mit diesem Thema beschäftigt, wenngleich die Bedürfnisse beider Künstler gegensätzlich waren.

Was das Werk Dalís inhaltlich jedoch etwas heraushebt, ist die Tatsache, dass er sich selbst als Beteiligten dargestellt hat, teilt die Stiftung mit.

Termin: Sonntag, 27. September, 11 Uhr, Eröffnung der Ausstellung von Salvador Dalís Mappenwerk „Venus im Pelz“ auf der Kunsttreppe des Stadt- und Museumshauses in Waldheim

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