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EU fördert Zukunftsprojekte im Raum Döbeln

Im nächsten Jahr können noch einmal 1,7 Millionen Euro in das Leader-Gebiet Sachsenkreuz+ fließen. Projektanträge müssen bis 11. Oktober gestellt sein.

Die Turnhalle in Großweitzschen sieht auf den ersten Blick noch gut in Schuss aus. Doch es gibt Mängel beim Brandschutz. Sie sollen mit EU-Geld abgestellt werden. Auch andere Erneuerungen sind geplant.
Die Turnhalle in Großweitzschen sieht auf den ersten Blick noch gut in Schuss aus. Doch es gibt Mängel beim Brandschutz. Sie sollen mit EU-Geld abgestellt werden. Auch andere Erneuerungen sind geplant. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Wer noch eine gute Idee hat, was er im ländlichen Bereich auf die Beine stellen will und für die Umsetzung auf eine Finanzspritze hofft, der sollte in den nächsten Tagen einen Termin mit Mitarbeitern des Regionalmanagements für das Leader-Gebiet Sachsenkreuz+ vereinbaren.

Denn in deren Büro müssen bis 11. Oktober Anträge auf Fördergeld eingereicht sein, das im nächsten Jahr verbaut oder für konzeptionelle Arbeit eingesetzt werden kann.

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Auch Konzepte werden bezuschusst

„Für die neuen Aufrufe stehen noch einmal rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung“, teilt Tino Weichelt vom Regionalmanagement mit. Gefördert werden Projekte in verschiedenen Bereichen – sowohl investiv als auch nichtinvestiv.

Letzteres zielt unter anderem auf das Erstellen von Konzepten oder Nutzwert-Analysen ab. Auch Veranstaltungen können unter Umständen bezuschusst werden. Zu den investiven Kosten zählen der Erhalt und die Entwicklung von Gebäuden, Freiflächen, aber auch Straßen, Wegen und Plätzen, zum Teil mit Ausstattung wie Beleuchtung.

Mehr Licht und ein höherer Brandschutz

Mehr Licht soll auch der Harthaer Ortsteil Steina bekommen. Dieses Projekt gehört zu den insgesamt 23 Vorhaben, die vom Entscheidungsgremium in die nächste Runde, und zwar zur Bewilligung, „geschickt“ werden: Eine Beleuchtung steht ebenfalls für den Badweg in Gebersbach in Aussicht. In Meinsberg soll ein Fußweg verlängert werden, in Hartha eine Pension entstehen. Sechs Wohnvorhaben sollen mit Geld der Europäischen Union (EU) realisiert werden.

Die Gemeinde Großweitzschen erhofft sich Unterstützung für die Sanierung der Sporthalle in Großweitzschen, die für Schul- und Vereinssport genutzt wird. Darüber hinaus könnten bei finaler Bewilligung das Torhaus des Rittergutes Neusorge sowie Teile des Bahnhofsgebäudes in Leisnig vorm Verfall gerettet werden.

In Zukunft mobiler auf dem Land

Die neuen Förderaufrufe beziehen sich auf beinahe alle Bereiche. Es geht darum, die Lebensqualität zu verbessern, Einrichtungen der intelligenten Daseinsfürsorge auszubauen. Das können Kitas und Schulen, aber auch Freizeiteinrichtungen, Senioren-WGs oder Projekte sein, damit die Menschen auf dem Land mobiler sind.

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Sie sollen nicht von der Nahversorgung abgehangen werden. Der Wiederaufbau eines Dorfkonsums wäre ein solches Projekt. Inzwischen gibt es erste Versuche mit Einkaufsmöglichkeiten, die rund um die Uhr geöffnet haben und außer zum Auffüllen der Regale ohne Personal auskommen.

Auch für Tourismusprojekte gibt es Zuschüsse

Gefördert wird weiterhin die regionale Wertschöpfung, was unter anderem die Direktvermarktung von Produkten oder das Regeln einer Unternehmensnachfolge betrifft. Es geht um den Tourismus und da zum Beispiel um touristische Leitsysteme oder das Anlegen von Rastplätzen.

Und wer sich um die Bewirtschaftung und Pflege einer Streuobstwiese kümmert, der kann sich um einen Zuschuss aus dem Budget „Nachhaltiges Ressourcenmanagement“ bewerben.

Projekte einreichen können Kommunen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen aus dem Sachsenkreuz+Gebiet. Zu diesem gehören Lichtenau, der ländliche Raum der Stadt Mittweida, die Gemeinde Altmittweida, die Stadt Geringswalde, die Gemeinde Kriebstein, der ländliche Raum der Stadt Waldheim, die Stadt Hartha, die Stadt Leisnig, die Gemeinde Großweitzschen und Teile des ländlichen Raumes der Stadt Döbeln.

Kontakt Regionalmanagement

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