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Schon 100 Döbelner Firmen bei „Kauf regional“

Auf der Plattform präsentieren rund 290 Unternehmen ihre Produkte. Ihnen steht ein Maskottchen zur Seite.

Mit Ihrer Seifenmanufaktur ist Kerstin Schmiedel-Zimmermann aus Marbach auf der Plattform „Kauf regional“ vertreten.
Mit Ihrer Seifenmanufaktur ist Kerstin Schmiedel-Zimmermann aus Marbach auf der Plattform „Kauf regional“ vertreten. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Noch existiert Karlo nur am Computer sowie auf dem Papier. Doch das wird sich in Zukunft ändern. Das Maskottchen soll zum Leben erweckt werden und mit einem entsprechenden Kostüm auf Händler- und Stadtfesten für die mittelsächsischen Unternehmen werben.

„Ausleihen können es Interessenten künftig beim Miskus. Die Fachfrauen des Kostümfundus haben die notwendige Erfahrung, damit das Maskottchen gut erhalten bleibt“, erklärt André Kaiser, Pressesprecher des Landkreises.

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Plattform für lokale Produkte

Das Maskottchen Karlo steht für Kauf, regional und lokal. Die Plattform „Kauf regional“ ermöglicht es, Einzelhändlern, regionalen Produzenten und Dienstleistern, aber auch Gastronomen aus der Region, auf ihre Angebote aufmerksam zu machen, wie zum Beispiel den Liefer- und Abholservice des Restaurants Bürgergarten in Döbeln oder die Produkte der Seifenmanufaktur Marbach, denen bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus ein großer Stellenwert zukommt.

Die Kaufregional-Plattform wurde zu Beginn des ersten Lockdowns online geschalten. Sie ist ein kostenfreies Angebot für alle Produzenten, Händler und Gastronomen in Mittelsachsen. Die Plattform startete mit etwa 50 Unternehmen. „Auf deren Basis entwickelte sich eine rege Kommunikation auch zwischen den Unternehmen.

Empfehlungen werden weitergegeben, einige Tipps sind auch auf der Webseite zu lesen“, so Kaiser. Unternehmen können bei „Kauf regional“ auf Angebote wie Liefer- und Abholservice, Warengutscheine und Onlineshop aufmerksam machen. Derzeit gibt es auf der Karte bereits mehr als 290 Einträge. Davon stammen 100 aus dem Großraum Döbeln. Für die Gastronomen wurden aufgrund der aktuellen Situation zwei neue Rubriken geschaffen.

Netzwerk räumt Preis ab

Im Sommer 2020 wurde der Aufruf gestartet, der dem Maskottchen Karlo seinen Namen gab. 41 Namensvorschläge gab es. „Inzwischen ziert das Maskottchen Kaffeebanderolen, Etiketten und ist auf so mancher Schaufensterscheibe zu sehen“, sagt der Pressesprecher. In den sozialen Medien weisen die Unternehmen auf die Aktion hin.

Im Dezember gab es eine landkreisweite Plakataktion in Zusammenarbeit mit der IHK Regionalkammer Mittelsachsen, und es wurden sogar Fernsehinterviews gegeben. Die Kaufregional-Aktion des Landkreises lebt von der Initiative der Unternehmen und wird sich auch weiterentwickeln.

„Sogar einen Preis konnte das lokale Netzwerk schon erhalten. 2020 gehörte Mittelsachsen zu den Ab-in-die-Mitte-Siegern der City Offensive Sachsen“, erklärt der Landkreissprecher.

Mit dem Angebot, das den Mittelsachsen kostenfrei zur Verfügung steht, werde das Motto des City-Wettbewerbs „Ab durch die Mitte – Stadt gemeinsam stärken: Handeln, Teilen, Mitentscheiden“ – aus Sicht der Jury sehr gut umgesetzt und verdiene einen Anerkennungspreis, heißt es in der Begründung der Jury zur Verleihung des Preisgeldes in Höhe von 5.000 Euro. Erstmals hatte sich mit Mittelsachsen ein Landkreis an dem Wettbewerb beteiligt, für den auch 17 Kommunen Beiträge eingereicht haben.

Die Idee zum Maskottchen Karlo beruht auf dem Gewerbeverein Penig. Der Landkreis hatte sich dieser Initiative angeschlossen und den „kleinen Helden“ entwickelt. Jener „wirbt vorrangig in den sozialen Medien für seine Heimatregion und die engagierten Unternehmen“, so der Landkreis in einer Mitteilung.

web: wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional

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