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Schwarzes für Leisnigs Lindenplatz

Die Neugestaltung nähert sich dem Ende. Erst im Spätherbst wird der Schlusspunkt gesetzt. Genutzt werden kann der Platz aber schon früher.

Auf dem Leisniger Lindenplatz ist in den vergangenen Tagen die Schwarzdecke aufgezogen worden. Spätestens ab 12. Oktober sollen dort Fahrzeuge über den Asphalt rollen können.
Auf dem Leisniger Lindenplatz ist in den vergangenen Tagen die Schwarzdecke aufgezogen worden. Spätestens ab 12. Oktober sollen dort Fahrzeuge über den Asphalt rollen können. © Dietmar Thomas

Leisnig. Ungefähr ein halbes Jahr hat es in Anspruch genommen, den Lindenplatz am Rande der Altstadt von Leisnig umzukrempeln. Am Mittwoch und Donnerstag sind nun die Asphaltschichten aufgebracht worden. Damit ist das Gros der Arbeiten abgeschlossen. 

Spätestens ab dem 12. Oktober sollen dort wieder Fahrzeuge über den Platz rollen können. Das stellte Bauamtsleiter Thomas Schröder in Aussicht. Dieser Termin ist ein Zwangspunkt. An diesem Tag startet der Ausbau von Neu- und Mittelgasse (wir berichteten). 

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Über die Mittelgasse werden die Kraftfahrer derzeit geleitet, wenn sie den Parkplatz „Belvedere“ verlassen. Das wird ab 12. Oktober nicht mehr möglich sein. Also bleibt dann nur der Weg über den Lindenplatz. Denn: Die Poststraße ist eine Einbahnstraße und eine Änderung wegen der eingeschränkten Sicht auf die Muldenstraße zu gefährlich. Und die Obermarktgasse ist nur bis zum Markteingang befahrbar.

Erste Kritik geht an Hundehalter

Das erste neue Straßenstück wird bei schönem Wetter schon am Sonnabend genutzt. Dann gibt es auf den rund 50 Metern zwischen Ober- und Grundschule einen Flohmarkt. Die verlängerte Franciscus-Nagler-Straße haben die Straßenbauer der Firma Andrä deshalb schon am Mittwoch mit einer neuen Asphaltdecke versehen. 

Die Anwohner verfolgen die Arbeiten am Lindenplatz nach wie vor sehr aufmerksam. Nach Meinung von Heiner Stephan ist alles perfekt gelaufen. Der Bau sei zügig vorangegangen, und die Arbeiter seien den Anwohnern stets entgegengekommen. „Dafür sind wir sehr dankbar. Das ist eine gute Geschichte“, meint Stephan.

Weniger begeistert sind er und seine Nachbarn von den Hundehaltern, die nicht am Lindenplatz wohnen, aber ihre Tiere dort Gassi führen. Das an sich sei in Ordnung. Aber die Besitzer der Vierbeiner ließen nicht nur ihre Zigarettenkippen auf die frisch gepflasterten Wegen fallen. 

Vorm Grundschulgebäude am Lindenplatz ist Rollrasen ausgelegt worden. Obwohl der erst anwachsen muss, lassen Hundehalter ihre Tiere dort scharren. Den Anwohnern missfällt das.
Vorm Grundschulgebäude am Lindenplatz ist Rollrasen ausgelegt worden. Obwohl der erst anwachsen muss, lassen Hundehalter ihre Tiere dort scharren. Den Anwohnern missfällt das. © Lars Halbauer

Die Hunde verrichten auch ihr Geschäft auf dem gerade vor der Schule verlegten Rollrasen. Viele Halter würden die Hinterlassenschaften der Tiere sogar entfernen. „Aber die Hunde tun dort auch, was Hunde nun mal tun. Sie scharren. Aber der Rasen muss erstmal anwachsen“, sagt Stephan. 

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Zumindest im Sanierungsgebiet. Das wird dann abgerechnet. Um Geld ging es den Anwohnern auch im Zusammenhang mit den anstehenden Bauarbeiten.

Es könne nicht sein, dass die einen wieder zerstören, was andere gerade erst geschaffen haben und der Lindenplatz „zu einer Kloake verkommt“. Er appelliert an die Hundehalter, umsichtiger zu sein und hofft, dass die Kommune den Lindenplatz entsprechend beschildert.

Die Neugestaltung des Areals unmittelbar am Leisniger Stadtzentrum wird mit Kosten in Höhe von rund einer Million Euro zu Buche schlagen.

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