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Döbeln

Seit 16 Jahren Mitglied der SZ-Familie

Vor 31 Jahren wurde der Döbelner Anzeiger gegründet. Er ist ein Kind der Wende. 2005 kam er zur Sächsischen Zeitung.

Elke Görlitz und Matthias T. Poch sind die Geschäftsführer der DDV Döbeln GmbH, die hinter dem Döbelner Anzeiger steht und zur DDV Mediengruppe in Dresden gehört.
Elke Görlitz und Matthias T. Poch sind die Geschäftsführer der DDV Döbeln GmbH, die hinter dem Döbelner Anzeiger steht und zur DDV Mediengruppe in Dresden gehört. © Lutz Weidler

Döbeln. Als am 27. April 1990 mit dem Döbelner Anzeiger endlich auch im Kreis Döbeln eine unabhängige und überparteiliche Zeitung erschien, hatte wohl keiner der Initiatoren und Gründer auch nur die geringste Ahnung, wohin sich diese „Neue Zeitung für eine neue Zeit“ entwickeln sollte. Dabei ging es damals vor allem darum, die Menschen in der Region über alles zu informieren, was in dieser „wilden“ Zeit des Umbruchs passierte.

Und passiert ist da wirklich jede Menge. Die ersten freien Wahlen mit zahlreichen Bewerbern, Betriebsschließungen und Massenentlassungen und das erste Zurechtfinden von Behörden in einem völlig veränderten Umfeld, um nur einiges zu nennen.

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Nicht zu vergessen: Ziel war es auch, aus einer Wochenzeitung eine Tageszeitung zu entwickeln und die Marktführerschaft zu erkämpfen. Etwas, das unserem Denken im Jahre 1990 schon einiges abverlangte, kannte doch keiner der Akteure vor Ort aus DDR-Zeiten einen marktwirtschaftlichen Wettbewerb, geschweige denn betriebswirtschaftliches Handeln.

Mit viel Herzblut zur Nr. 1

Mit viel Herzblut der anfänglich fünf Mitarbeiter in Döbeln und einer begeisterten Leserschaft gelang es dann zwei Jahre später, dass der Döbelner Anzeiger zur Nr. 1 im Kreis Döbeln bei den Tageszeitungen avancierte.

Zwar waren nach der Wende im ganzen Osten viele Tageszeitungen, zumeist mit Unterstützung von Westverlagen, aus dem Boden geschossen, überlebt haben aber nur wenige. Zu den „Überlebenden“ gehörte der Döbelner Anzeiger, dessen Verleger Günter Rubens mit seinem Engagement in Unnas Partnerstadt Döbeln viel unternehmerisches Gespür bewies.

Der Döbelner Anzeiger sollte zu einer deutschlandweit beachteten Erfolgsgeschichte werden. Beflügelt durch den Erfolg mit dem DA, oder „Der Grünen“, wie die Leser ihren Döbelner Anzeiger wegen der ehemaligen Schmuckfarbe Grün noch bis heute liebevoll nennen, expandierte dieser ab Herbst 1990 mit der Hainichener Zeitung und ab Frühjahr 1991 mit der Mittweider Zeitung Richtung Chemnitz. Doch der Erfolg blieb aus, beide Titel wurden im Februar 1992 eingestellt.

Nach 15 Jahren zur SZ

Gedruckt wurde bis 2001 in Unna, ab 2002 in Chemnitz bei der Freien Presse, was sich durch den mitternächtlichen Redaktionsschluss klar auf die Aktualität auswirkte. Und die Zeitung wurde bunt, auch etwas, das damals nicht unbedingt alle Zeitungen im Osten von sich behaupten konnten.

Ab 2005 wurde der DA noch sächsischer, denn mit dem Einstieg der DDV Mediengruppe, also der Sächsischen Zeitung, und dem Druck in Dresden, endeten auch 15 Jahre Unnaer Verlegerkultur. Von da an hieß es, die vielen Vorteile eines großen Medienhauses zu nutzen, sich aber auch ganz anders in Abläufe integrieren zu müssen.

Seit nunmehr 16 Jahren ist der Döbelner Anzeiger eine der aktuell 14 Lokalausgaben der Sächsischen Zeitung, die heute ihr 75-jähriges Jubiläum begeht. Während in den Anfangsjahren nach der Schreibmaschine ganz schnell auch Computer in den betrieblichen Alltag Einzug hielten, waren das bezüglich neuer Technologien eher ruhige Zeiten.

Das Tempo hat zugelegt

Diese sind aber seit einigen Jahren definitiv vorbei. In einem irren Tempo halten neue Möglichkeiten, Nachrichten und Werbebotschaften zu produzieren und zu verbreiten, Einzug in den täglichen Produktionsablauf. Noch vor einigen Jahren war Schluss, wenn Redaktionsschluss war, danach ging halt nichts mehr oder wenig.

Heute gibt es eigentlich keinen Redaktionsschluss. Informiert wird praktisch rund um die Uhr, egal, ob in der gedruckten Zeitung, auf Sächsische.de, per kostenlosem Newsletter, via Facebook und Instagram.

Gut und gründlich recherchierte Nachrichten und Hintergründe aus der Region sind unser täglich Brot, um die Nutzer unserer Nachrichten- und Vermarktungskanäle schnell und wahrhaft zu informieren, Fake News zu widerlegen, Orientierung zu bieten. Pressemitteilungen ungeprüft „ins Blatt tropfen zu lassen“, ist nicht unser Anspruch und das sollte Ihrer auch nicht sein. Daher sollten Sie sich guten Journalismus gönnen, auch wenn der etwas kostet.

Der DA ist nicht nur Zeitung

Die regionalen Inhalte produzieren Reporter, Fotografen und Medienfachleute der DDV Döbeln GmbH, die aber viel mehr leistet, als redaktionelle Inhalte zu produzieren.

Die Palette reicht von klassischen Agenturleistungen, über die Produktion von zum Beispiel Klinikbroschüren oder dem Mittelsächsischen Feuerwehrmagazin bis hin zu einem riesigen Portfolio an Verlagspublikationen und Dienstleistungen, wozu auch das DDV-Lokal am Döbelner Niedermarkt gehört.

Wir sind zuversichtlich, als DDV Döbeln GmbH auch künftig einen guten Beitrag zur Entwicklung der Region zu leisten.

Bestes Beispiel ist unser regionales Gutscheinsystem in Döbeln und Waldheim, das mit aktuell für über 100.000 Euro verkauften Gutscheinen ein Gewinn für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister vor Ort ist und hilft, die Folgen der Pandemie zu mildern. Schließlich sitzen wir nun mal in einem Boot.

Ein großes Dankeschön gilt deshalb zweifelsohne unseren Lesern und Geschäftspartnern für ihre langjährige Treue und die gute Zusammenarbeit

Matthias T. Poch und Elke Görlitz

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