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So geht es im Döbelner Bürgergarten weiter

Der Stadtrat soll das Entwicklungskonzept für die Parkanlage beschließen. Die Umsetzung geht dann ganz schnell, denn das Geld ist in Aussicht.

Allein fast eine Million Euro soll die Instandsetzen, das Reaktivieren und Neuanlegen der Wege und Treppen im Bürgergarten kosten.
Allein fast eine Million Euro soll die Instandsetzen, das Reaktivieren und Neuanlegen der Wege und Treppen im Bürgergarten kosten. © Jens Hoyer

Döbeln. Am Donnerstag wird über das weitere Schicksal des Bürgergartens entschieden. Döbelns beliebte - aber auch abgeliebte - Parkanlage steht auf der Tagesordnung des Stadtrates. Es geht um nicht weniger als die Frage, wie es im Bürgergarten weitergeht.

Ein Landschaftsplanungsbüro hat das Entwicklungskonzept für den Bürgergarten entworfen. Wobei mittlerweile die ungewöhnliche Situation eingetreten ist, dass noch gar nicht beschlossen wurde, was mit dem Park passiert, aber die Finanzierung der Umsetzung schon gesichert ist. Zumindest zum größten Teil.

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Das Realisieren dessen, was auf dem Plan steht, würde um die 3,6 Millionen Euro kosten. Döbeln hat vom Bund rund 2,7 Millionen Euro Fördermittel für das Vorhaben zu erwarten. Macht mit Eigenanteil rund drei Millionen. Auch wenn es ein paar Abstriche geben müsste, die Stadt könnte im kommenden Jahr schon loslegen.

Eine Million für Treppen und Wege in Döbelns Bürgergarten

"Die Ereignisse haben uns überrollt", sagte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU). Erst Mitte November hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen, dass Döbeln Geld aus dem Programm "Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen" erhält. Angelegt ist die Förderung über drei Jahre. Döbeln muss also pro Jahr, um eine Millionen Euro zur Verfügung zu haben, rund 100.000 Euro Eigenmittel aufbringen. Das ist nicht wenig Geld. "Aber diese Chance bekommen wir nicht noch einmal", sagte Liebhauser.

Das Entwicklungskonzept legt die große Fahrtrichtung für den Bürgergarten fest. Die konkreten Planungen müssten vor der Umsetzung noch erarbeitet werden, sagte Liebhauser. Allein rund eine Million Euro könnte das Sanieren, Reaktivieren und Neuanlegen von Wegen, Treppen und Zufahrten kosten.

In die Planungen waren schon zeitig die Bürger einbezogen worden. Elf Leute hatten Ideen eingebracht. Es gab auch vor Ort einen Workshop mit dem Planungsbüro, das Vorhaben wurde auch im Stadtentwicklungsausschuss beraten. Mit ein paar nostalgischen Wünschen hatte die Stadtverwaltung teilweise schon zuvor aufgeräumt. Schon vor Jahren war beschlossen worden, die Freilichtbühne nicht für Großveranstaltungen zu reaktivieren. Und auch Tierhaltung wird es im Bürgergarten nicht mehr geben.

Drei Vorschläge für die Freilichtbühne

Für die alte Freilichtbühne gibt es gleich drei Vorschläge. Favorisiert wird der Neubau einer kleinen überdachten Bühne für Schulveranstaltungen, Familien und Kleinkunst. Dort oben soll es auch Spielmöglichkeiten für Kinder geben. Anstelle des Ziegengeheges an der Friedrichstraße soll ein "Garten der Städtepartnerschaften" mit je einem Kunstwerk aus jeder Partnerstadt angelegt werden. Bezeichnet wird der Garten als "Abendsonnenterrasse." Auch die Blumenuhr soll auf diese Seite des Bürgergartens umgesetzt werden.

Der denkmalgeschützte Musikpavillon, der 1908 als Schutzhütte errichtet wurde, ist dringend reparaturbedürftig. Das Dach ist kaputt. Die mögliche Nutzung stellen sich die Planer als Hochzeitspavillon für freie Trauungen, als Ort kleine Kulturveranstaltungen und von Fotoausstellung mit historischen Ansichten vom Bürgergarten vor.

Der Stadtrat wird am Donnerstag beraten. Die Sitzung ist öffentlich, Gäste sind willkommen. Das Landschaftsplanungsbüro wird das Entwicklungskonzept vor der Beschlussfassung vorstellen.

Hinweis: Stadtratssitzung im Volkshaus, Donnerstag, 17 Uhr.

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