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So geht es mit den Radwegen weiter

Bei Mochau sind zwei Abschnitte des Jahnaradweges fertiggestellt. Auch an der Verbindung zur Elbe soll es weitergehen.

Oberbürgermeister Sven Liebhauser (v. links) und Ortsvorsteher Ralph Zschörper haben den Abschnitt des Jahnaradwegs bei Mochau freigegeben. Kinder der Grundschule waren die ersten, die ihn benutzten.
Oberbürgermeister Sven Liebhauser (v. links) und Ortsvorsteher Ralph Zschörper haben den Abschnitt des Jahnaradwegs bei Mochau freigegeben. Kinder der Grundschule waren die ersten, die ihn benutzten. © Dietmar Thomas

Mochau. Die Kinder der Grundschule in Mochau waren die ersten, die am Montag über den neuen Radweg rollten. Sie hatten sich dafür extra ein paar fahrbare Untersätze vom Schulhof mitgebracht. Am Sportplatz fuhren sie über das schwarze Band des neuen Abschnitts des Jahnaradweges, der hier bisher auf 770 Metern Länge über einen ausgefahrenen Feldweg in Richtung Präbschütz verlief. Er wurde dort, wo er auch von der Landwirtschaft genutzt wird, auf drei Meter Breite ausgebaut. Die Regelbreite für einen Radweg dieser Kategorie beträgt 2,50 Meter, sagte Oberbürgermeister Sven Liebhauser.

Pflaster wegen Platanen

Erneuert wurde auch ein Abschnitt zwischen Simselwitz und Mochau. Dort allerdings mit Pflaster. Die daneben stehenden Platanen haben die unangenehme Eigenschaft, die Fahrbahn anzuheben. Bei Pflaster lassen sich diese Schäden einfacher reparieren.Die Stadt hat für die beiden Radwegabschnitte rund 132.000 Euro ausgegeben und dafür 90 Prozent Fördermittel einsetzen können. Auch vorhandene Durchlässe wurden saniert, Feldzufahrten hergestellt und die Radwege gegen Überspülung von den Feldern gewappnet. Der Jahnaradweg führt von Riesa bis zur Jahna-Quelle bei Präbschütz, ist in Fortsetzung über Ossig und Haßlau aber auch eine Verbindung nach Roßwein.

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Bedarf beim Elbe-Mulde-Radweg

Die klassifizierten Radwege auf Döbelner Gebiet seien mit diesem abgeschlossenen Vorhaben nun alle ausgebaut, sagte Maja Köhler, die beim Planungsamt der Stadt für den Radverkehr verantwortlich ist. Nachholbedarf gibt es allerdings noch beim sogenannten Elbe-Mulde-Radweg, der teilweise über Döbelner Gebiet führt. Dort sollte ein Abschnitt zwischen Auterwitz und dem Döbelner Ortsteil Schweimnitz ausgebaut werden.

Er verläuft am Rande eines Flora-Fauna-Habitats, weshalb ein Genehmigungsverfahren notwendig ist. „Den Planungsentwurf bekommen wir bis zum Jahresende“, sagte Maja Köhler. „Das Planungsbüro ist optimistisch, dass eine Plangenehmigung ausreichend ist.“ Ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren wäre deutlich aufwendiger und langwieriger.

Besser sieht es bei dem Abschnitt des Elbe-Mulde-Radweges aus, der zwischen Schweimnitz und Meila über eine Wiese verläuft. Der Ausbau sei im städtischen Haushaltsplan eingestellt und könnte, so dieser vom Stadtrat bestätigt wird, in Angriff genommen werden, so Maja Köhler. Dort sei kein Genehmigungsverfahren notwendig. „Wir müssen uns nur mit dem Eigentümer des Grundstücks ins Benehmen setzen.“

Radverkehrskonzept wird fortgeschrieben

2011 hatte die Stadt ihr erstes Radverkehrskonzept verabschiedet und bis jetzt zu großen Teilen umgesetzt. Voraussichtlich im kommenden Jahr will sich das Planungsamt an die Fortschreibung machen - diesmal unter Einbeziehung der neuen Ortsteile um Ziegra und Mochau. Und das mit einer Arbeitsgruppe Radverkehr und der Einbeziehung von Bürgern. 2022 soll der Entwurf vorliegen. „Es gibt jede Menge Bedarf, etwas für Radfahrer zu tun. Aber es gibt in der Stadt auch Zwangspunkte, wo man nichts ändern kann. Man kann nun mal keine Häuser in der Franz-Mehring-Straße oder in der Ritterstraße abreißen“, sagte Maja Köhler.

Viele der großen Bauvorhaben sind abgeschlossen. „Wir müssen sehen, welche Verbesserungen kleine Baumaßnahmen bringen.“ Auch in den ländlichen Bereichen gebe es Nachholbedarf beim Radverkehr. „Die Anbindungen an die Stadt fehlen“, so Köhler. Als Beispiel nannte sie den Ortsteil Forchheim, wo entlang der Kreisstraße ein Radweg fehlt.

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