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So war der Winter-Montag in Döbeln

Einige Straßen waren in der Region Döbeln zeitweise unpassierbar. Auch die Schiebetechnik der Winterdienste spielte nicht überall mit.

Die Agrargenossenschaft Grünlichtenberg bietet ihre Unterstützung mit der Schneefräse an.
Die Agrargenossenschaft Grünlichtenberg bietet ihre Unterstützung mit der Schneefräse an. © Agrargenossenschaft Grünlichtenberg

Region Döbeln. Die Mitarbeiter des Döbelner Bauhofes waren am Sonntag und Montag jeweils ab 4 Uhr zur Beräumung der kommunalen Straßen in der Stadt und den Ortsteilen unterwegs. „Dabei waren etwa 14 Fahrzeuge mit 19 Mitarbeitern im Einsatz. Weitere Mitarbeiter haben per Hand unter anderen Bushaltestellen, Brücken und Fußgängerüberwege beräumt und gestreut“, erklärt Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Schwerpunkte waren die Hauptverkehrsstraßen, Straßen in den Gewerbegebieten und mit Busverkehr sowie die zahlreichen Anstiege, die es im 91 Quadratkilometer großen Stadtgebiet gibt. Insgesamt hat der Bauhof etwa 170 Kilometer kommunale Straßen und etwa 30 Kilometer Wege zu beräumen.

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Die Schicht der Mitarbeiter dauert bis zum frühen Nachmittag. Danach sind noch zwei Fahrzeuge im Einsatz. „Bei gefährlichen Situationen kann auch noch ein Bereitschaftsdienst hinzugezogen werden“, so Mettcher.

Auf den Straßen zwischen den einzelnen Ortsteilen, wie zum Beispiel Miera, Nöthschütz, Großsteinbach, Präbschütz, Petersberg, Gödelitz oder Beicha mussten permanent Schneeverwehungen beseitigt werden. An einigen Abschnitten wurden auch Radlader eingesetzt.

„Die Verbindungsstraße von Zschäschütz in Richtung Pommlitz war durch mannshohe Schneeverwehungen unpassierbar. Mit entsprechender Technik konnte dies beseitigt werden“, so Mettcher.

Genügend Streusalz im Waldheimer Lager

Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) erklärt, dass das Räumen durch die Schneeverwehungen nicht einfach gewesen sei. Der Bauhof habe die Aufgaben aber bis jetzt gut bewältigt. „Alle 13 Mitarbeiter sind vom frühen Morgen bis zum späten Abend im Einsatz, um die Straßen zu räumen. Die Technik funktioniert bisher reibungslos“, sagte Ernst.

Lediglich an einem Schiebeschild sei ein kleiner Schaden entstanden, der die Funktionsfähigkeit aber nicht beeinträchtige. Es sei noch genügend Salz vorhanden. Dieses werde vorwiegend an bergigen Straßenabschnitten eingesetzt. „Die Autofahrer sollten sich auf eine festgefahrene Schneedecke einstellen und entsprechend vorsichtig fahren“, so Ernst.

Privatleute und Firmen sorgen neben den Bauhöfen für freie Fußwege.
Privatleute und Firmen sorgen neben den Bauhöfen für freie Fußwege. © Dietma Thomas

In Kriebstein wurde der Burgberg als erstes von den Schneemassen befreit. Das habe lange gedauert, aber er sei mit angepasster Geschwindigkeit befahrbar, sagt Bürgermeisterin Maria Euchler (FW).

Am Morgen lagen in der Gemeinde etwa 30 Zentimeter Neuschnee. Die sechs Mitarbeiter des Bauhofes waren mit fünf Fahrzeugen nicht nur auf den Haupt-, sondern auch auf den Nebenstraßen unterwegs. „Der Bauhof fährt fast rund um die Uhr“, sagt Maria Euchler.

Die Agrargenossenschaft Grünlichtenberg hat über Facebook ihre Unterstützung angeboten. „Wir sind einer der wenigen Betriebe, die eine Fräse haben“, sagt Geschäftsführer Marcus Glitz. Das Gerät könnte in einem Gebiet zwischen Zellwald und Zschopau sowie Waldheim und Marbach zum Einsatz kommen. Bis zum Montagmittag hatte aber noch niemand Bedarf angemeldet.

Hilfe von Landwirtschaftsbetrieben in Roßwein

In Roßwein hatte das Bauhof-Team am späten Montagvormittag das erst mal Zeit zum Luftholen. Seit Sonnabend war der Winterdienst im Einsatz. „Jetzt sind wir erst einmal rum, wobei nicht erwartet werden darf, dass die Straßen schwarz sind“, so Bauhofleiterin Monika Weigel. Auch die eine oder andere Schneewehe bilde sich immer wieder.

Neuralgische Punkte diesbezüglich gebe es in Forst und Ullrichsberg. „Dort haben uns auch Landwirtschaftsbetrieb sowie teilweise Privatleute geholfen. Dafür auch einmal ein herzliches Dankeschön“, sagt Monika Weigel.

Nach ihren Worten müssten die Anwohner von Niederstriegis wahrscheinlich ein wenig länger auf den Einsatz „ihres“ Räumfahrzeuges warten. Das bisher in diesem Ortsteil eingeteilte Winterdienstfahrzeug sei kaputt. Deshalb sei es nötig gewesen, die Touren umzustellen.

Leisnig: "Nach zwölf Stunden Räumdienst ist Schluss"

Auch die Leisniger Mitarbeiter des Bauhofes sowie beauftragte Dienstleister stellten sich dem Kampf gegen die Schneemassen, wie Bauhofleiter Ralf Herrmann sagt. Ein Ende sei aber nicht in Sicht. Daher bittet er die Leisniger auch um Verständnis, wenn nicht – wie vielleicht gewohnt – jede Einfahrt freigeräumt werden kann. Und auch nicht rund um die Uhr: „Nach zwölf Stunden im Räum- und Streudienst ist erst mal Schluss“, so Herrmann.

Die Stadt Hartha startete in die Winterwoche mit anfänglichen Problemen bei der Technik und dennoch hat sie schnell viele Straßen beräumen können, wie Bauamts- und Ordnungsamtsleiter Ronald Fischer sagt.

„Der gesamte Bauhof ist seit dem frühen Morgen unterwegs, um alle Wege und Straßen frei zu bekommen. Insgesamt sind weniger Autofahrer auf den Straßen, was die Arbeit für uns und die Dienstleister einfacher macht.“ In Steina, Saalbach, Schönerstädt und Seifersdorf sind zwei externe Betriebe für die Beräumung zuständig.

Seit 5.30 Uhr hatten auch die etwa zehn Mitarbeiter des Bauhofs in Ostrau einiges zu tun. Nach Angaben von Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) wurden zunächst die Hauptverkehrswege und Bushaltestellen geräumt. „Die Fußwege mussten erst einmal warten“, so Schilling.

Multicar in Zschaitz und Traktor in Großweitzschen defekt

In der Nachbargemeinde Zschaitz-Ottewig wollte am Montagmorgen erst einmal ein mit Räumschild ausgerüsteter Multicar nicht anspringen. „Was die Ursache ist, wissen wir noch nicht. Doch das hat Zeit gekostet“, erklärt Bürgermeister Immo Barkawitz (parteilos). „Seit 3 Uhr sind die Mitarbeiter im Einsatz und mussten vieles bis zum Mittag nachholen.“

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Ähnlich sah es auch in Großweitzschen aus. Dort gab es an einem Traktor am Montagmorgen die Fehlerdiagnose „Getriebeschaden“. Ein Ersatzfahrzeug aus Ostrau musste erst besorgt werden, dann konnten die fünf Mitarbeiter des Bauhofes richtig starten. „Arbeitsbeginn war jedoch schon vor fünf Uhr“, so Bürgermeister Jörg Burkert. Weder in Ostrau, Zschaitz-Ottewig und Hartha noch in Großweitzschen sind durch den Schnee Straßen gesperrt.

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