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Stadt sagt das Döbelner Heimatfest ab

Die Veranstaltung soll erst in fünf Jahren nachgeholt werden. Eine endgültige Entscheidung treffen die Stadträte im Februar.

Während des Heimatfestes im Jahr 2016 mimte Berno Ploß beim Festumzug auf dem Wagen des Theaters den König. Auch für das in diesem Jahr geplante Heimatfest war der Festumzug schon in Vorbereitung.
Während des Heimatfestes im Jahr 2016 mimte Berno Ploß beim Festumzug auf dem Wagen des Theaters den König. Auch für das in diesem Jahr geplante Heimatfest war der Festumzug schon in Vorbereitung. © André Braun/Döbelner Anzeiger

Döbeln. Die Döbelner Stadtverwaltung sagt das bisher geplante 12. Döbelner Heimatfest, das vom 18. bis 20. Juni 2021 stattfinden sollte, ab. Es soll voraussichtlich erst in fünf Jahren, also 2026, nachgeholt werden.

Zu diesem Entschluss seien die Verwaltung und die Mitglieder des Hauptausschusses der Stadt Döbeln während ihrer Sitzung am 21. Januar gekommen. „Eine abschließende Entscheidung wird der Stadtrat am 4. Februar treffen“, erklärt Thomas Mettcher, Pressesprecher der Stadt Döbeln.

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Aufgrund der derzeit nicht absehbaren Entwicklungen in der Corona-Pandemie könne die Vorbereitung und Durchführung des Heimatfestes nicht gesichert werden. Eine Entscheidung zur Absage des traditionellen Heimatfestes falle allen Beteiligten nicht leicht. Vieles sei bereits konzipiert und geordnet gewesen.

Festumzug bereits vorbereitet

Im Oktober vergangenen Jahres war bereits das Heimatfestspiel in seiner ursprünglichen Form abgesagt worden. Bei den vergangenen Heimatfesten hatte die Laienschauspielgruppe Doblins Mimen auf dem Schloßberg stets hunderte Zuschauer unterhalten. Stattdessen sollte es ein Schauspiel von einer halben Stunde bis 40 Minuten geben, das am Heimatfestwochenende mehrfach aufgeführt wird.

Mit der Organisation des Festumzuges, der unter Regie der Stadtwerke laufen sollte, hat sich Jörn Hänsel vom Verein Mittelsächsischer Kultursommer beschäftigt. Er hat bereits im Sommer 2020 mit den Vorbereitungen begonnen. In mehr als 20 Bildern sollte das Stadtleben im Gestern und Heute vorgestellt werden.

Kontaktnachverfolgung unmöglich

Zum jetzigen Zeitpunkt müssten für weitere Events Verträge geschlossen, Aufträge erteilt und die Feinplanung begonnen werden. Die Zeit dränge, aber Corona lasse vieles nicht zu und vieles offen.

„Nach gegenwärtigem Stand erscheint diese Großveranstaltung in ihrer Gesamtheit als nicht durchführbar, da es keine Planungssicherheit für die einzelnen Festbereiche gibt. Und es ist bis Juni kaum zu erwarten, dass Veranstaltungen mit weit mehr als 1.000 Personen stattfinden können“, so Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) in der Sitzung des Hauptausschusses.

Selbst eine unter Umständen dann noch geltende Regelung zur Kontaktnachverfolgung wäre bei dem Umfang des Heimatfestes nicht zu gewährleisten. Es sei darüber hinaus nicht einschätzbar, inwieweit wichtige Partner ihre bereits geplanten Leistungen entsprechend vorbereiten und realisieren können. Dies betreffe insbesondere auch die Teilnehmer am Festumzug wie zum Beispiel Vereine, Schulen und Kindereinrichtungen.

Kosten schießen in die Höhe

Weiterhin sei mit Kostenerhöhungen für bestimmte Leistungen wie Wachdienste, Künstlergagen, Mieten für technisches Equipment, Sonderausgaben für Hygieneschutzmaßnahmen und Ähnlichem zu rechnen. Diese seien allerdings derzeit noch nicht überschaubar.

„All diese genannten Gründe lassen eine seriöse Vorbereitung des 12. Döbelner Heimatfestes im Jahr 2021 einfach nicht zu“, so der Pressesprecher. Stattdessen solle nun geprüft werden, mit welchen anderen Veranstaltungsformaten die Stadt, soweit möglich, belebt werden könne.

Am 21. Juli 2021 begeht Döbeln den 1040. Jahrestag der Ersterwähnung. „Dies soll entsprechend begangen werden“, erklärt Thomas Mettcher. In welcher Form das geschehen kann, hänge natürlich wesentlich von den praktischen Corona bedingten Umsetzungsmöglichkeiten im Jahresverlauf ab. Ideen dazu sollen in den nächsten Wochen mit vielen Partnern besprochen werden.

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