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Stand Up-Paddler haben nicht immer Vorfahrt

Auf der Talsperre Kriebstein herrscht durch die Sportler mehr Verkehr. Aber auch sie müssen sich an Regeln halten.

Stand Up-Paddeln wird immer beliebter. Aber auch diese Sportler müssen auf dem Wasser Regeln beachten.
Stand Up-Paddeln wird immer beliebter. Aber auch diese Sportler müssen auf dem Wasser Regeln beachten. © Symbolfoto/dpa

Region Döbeln. Stand Up Paddeln (Sup) wird immer beliebter. Auch auf der Talsperre Kriebstein versuchen sich Menschen fast aller Altersgruppen in der neuen Sportart. Das sorgt für einigen Ärger.

„Viele von ihnen sind der Meinung, es handelt sich bei der Talsperre Kriebstein um einen Badesee, auf dem sie sich ohne Regeln bewegen dürfen. Das stellt eine erhebliche Gefährdung des Schiffsverkehrs dar. Dabei bringen sie nicht nur andere, sondern im Besonderen sich selbst in Lebensgefahr“, sagt Thomas Caro, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre.

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Auch für die Paddler gelten die auf dem Wasser üblichen Vorfahrtsregeln: Windkraft vor Muskelkraft vor Motorkraft. „Das bedeutet, Sup-Sportler arbeiten mit Muskelkraft. Segler haben Vorfahrt, da sie mit Windkraft arbeiten und nicht in jede Richtung ausweichen können.

Sup-Sportler haben Vorfahrt vor Motorbooten, da diese jederzeit in jede Richtung ausweichen können. Ausgenommen ist die Berufsschifffahrt wie Fischer, Polizei, Kursschiffe und Ähnliche“, erklärt Almut Sichler, Sprecherin der Bereitschaftspolizei.

Bußgeld für Regelverstöße

Manche Paddler ignorieren Umwelteinflüsse wie beispielsweise Unwetter oder die Strömung. Zudem überschätzten einige ihre Kräfte. Sie seien schneller erschöpft als vermutet. So haben am vergangenen Wochenende zwei Kinder den Wind falsch eingeschätzt und wurden von der Wasserschutzpolizei wieder zurück ans Ufer gebracht.

Halten sich Paddler nicht an die Regeln, müssen sie bei Kontrollen durch die Wasserschutzpolizei mit Strafen rechnen. „Die Verstöße von Sup-Sportlern werden analog der Verstöße von Sportbootführern geahndet“, so die Pressesprecherin. Beispiele seien das unerlaubte Befahren des Uferbereichs, die Behinderung der Berufsschifffahrt oder die Einfahrt in durch Tonnen ausgewiesene (Bade-)Bereiche.

„Ordnungswidrigkeiten können abhängig vom Verstoß eine mündliche Verwarnung, ein Verwarngeld bis zu 55 Euro oder ein Bußgeld zur Folge haben“, erklärt die Pressesprecherin..

In bestimmten Fällen könne es auch zu einer Strafanzeige kommen, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Erregung öffentlichen Ärgernisses oder beim Zusammenstoß mit schwimmenden Personen. Dies werde als fahrlässige Köperverletzung gewertet.

Die Wasserschutzpolizei führt regelmäßig Kontrollen auf den sächsischen Gewässern durch. Wo und wie lange konkret sei immer abhängig von der konkreten Lagesituation.

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