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Telefonbetrüger versuchen Enkeltrick

Mindestens sechs Senioren wurden in der Region angerufen. Die Täter nutzten dabei ganz unterschiedliche Maschen. Einmal waren sie erfolgreich.

Mit unterschiedlichen Tricks versuchen Telefonbetrüger von Senioren Geld zu erhalten.
Mit unterschiedlichen Tricks versuchen Telefonbetrüger von Senioren Geld zu erhalten. © dpa/Karl-Josef Hildenbrand (Symbolbild)

Mittelsachsen. Die Polizei hat mehrere Hinweise zu Telefonbetrügern erhalten, die sich überwiegend bei Senioren gemeldet haben. 

Die Betrüger haben versucht, an deren Geld zu gelangen. „Die meisten Angerufenen ließen sich trotz verschiedener Maschen nicht übers Ohr hauen“, sagt Marcus Gerschler, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

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Zwei Anwohner aus Leisnig und Augustusburg hatten Anrufe erhalten, bei denen sie zu einem Gewinn beglückwünscht wurden. Für dessen Auszahlung würden jedoch Gebühren anfallen, die in Form von Gutscheinkarten entrichtet werden sollten.

„Der Augustusburger kaufte daraufhin in einem Geschäft die geforderten Google-Gutscheinkarten im Wert von 500 Euro und übermittelte die freigerubbelten Codes an die Betrüger“, so der Pressesprecher. Später sollte der Angerufene weitere Karten für einen angeblich noch höheren Gewinn besorgen. Da verständigte der Senior die Polizei.

Notlage vorgetäuscht

Eine Freibergerin und ein Frankenberger wurden von falschen Polizisten angerufen. Die Unbekannten gaukelten eine Geschichte von angeblich gestellten Tätern vor und erkundigten sich daraufhin nach Personendaten.

„Ziel dieser Masche ist es, anschließend nach zuhause aufbewahrten Wertsachen zu fragen, die dann an einen angeblichen Polizisten übergeben werden sollen“, so Gerschler. So weit kam es in beiden Fällen jedoch nicht, weil die Angerufenen die Telefonate umgehend beendeten.

Mit der Masche des sogenannten „Enkeltricks“ sind in Aue-Bad Schlema und Oelsnitz im Erzgebirgskreis Anrufe erfolgt. Die Unbekannten hatten sich am Telefon als Angehörige ausgegeben und eine Notlage vorgetäuscht, weshalb sie nun dringend finanzielle Unterstützung bräuchten.

„Richtigerweise kontaktierten die Angerufenen daraufhin ihre echten Verwandten oder die Polizei, bevor sie sich weiter darauf einließen“, erklärt Marcus Gerschler.

Polizei Sachsen rät zur Vorsicht

Die Polizei warnt erneut vor derartigen Betrugsmaschen und rät, sich über die verschiedenen Formen des Telefonbetrugs zu informieren. Außerdem sollten derartige Telefonate umgehend beendet und die eigenen Angehörigen, Vertrauenspersonen und die Polizei informiert werden.

Tipps gibt’s im Internet unter www.polizei.sachsen.de/de/23179.htm oder www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.

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