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Leisniger Testamentsvollstrecker muss passen

Dieter Fleck hört aus gesundheitlichen Gründen auf. Im Vorstand der Weiß-Stiftung gibt es deshalb eine personelle Änderung.

Dieter Fleck lässt sich zeigen, was mit Stiftungsgeld in Leisnigs Bibliothek gekauft wurde.
Dieter Fleck lässt sich zeigen, was mit Stiftungsgeld in Leisnigs Bibliothek gekauft wurde. © Archivfoto: Dietmar Thomas

Leisnig. Reichlich 18 Jahre ist es her, dass die Leisnigerin Charlotte Weiß im Pflegeheim „Sonnenblick“ gestorben ist. Auf ihren Wunsch hin hat die Kommune eine Stiftung gegründet, die nach wie vor einzige in Leisnig. Seitdem werden die Zinsen, die jedes Jahr durch den Grundstock des Stiftungsgeldes anfallen, an Leisniger Vereine und Einrichtungen verteilt.

Dass diese im Sinne der Stifterin arbeiten, darauf hat der Stiftungsrat ein Auge. Er entscheidet, welche Projekte gefördert werden. Seit Anfang an ist Dieter Fleck in diesem Gremium tätig. Er ist einer der beiden in der Satzung bestimmten Testamentsvollstrecker und hat dieses Amt auf Lebenszeit übertragen bekommen. Doch aus gesundheitlichen Gründen fühlt sich der pensionierte Handwerker nicht mehr in der Lage, den damit verbundenen Verpflichtungen nachzukommen.

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Seinem Wunsch auf Rücktritt kann Tobias Goth als Vorsitzender des Stiftungsrates nach Rücksprache mit der Landesdirektion Sachsen als zuständige Stiftungsbehörde entsprechen. Mit Zustimmung des Stadtrates wird sich Goth bei Dieter Fleck mit einer Ehrenurkunde der Stadt Leisnig für dessen Engagement als Stiftungsrat bedanken.

Regina Töpke aus Altenhof rückt nach

Fleck hat Charlotte Weiß noch persönlich gekannt und sich häufig auch nach der Scheckübergabe davon überzeugt, dass die Finanzspritzen gut angelegt sind. So zum Beispiel in der Stadtbibliothek. Die Einrichtung konnte über Jahre zusätzliche Medien in der Reihe „Tiptoi“ – ein digitales Lernsystem – anschaffen. Wie viel Spaß den Kindern das Lernen damit bereitet, das hat sich Dieter Fleck mehrfach angeschaut.

Seine Nachfolge tritt Regina Töpke an. Die Altenhoferin engagiert sich bereits als Vorsitzende des Fördervereins der Emil-Naumann-Grundschule Sitten. Weiterhin gehören dem Stiftungsvorstand von Amts wegen der jeweilige Bürgermeister, der Pfarrer und der Vorsitzende des Heimatvereins an. Zweiter Testamentsvollstrecker ist Eckehard Klotsche. Den ersten Einsatz hat Regina Töpke, wenn im Frühjahr nächsten Jahres über die Verteilung der Zinserlöse von 2020 entschieden wird.

Hinweis: Bisher zum 31. Dezember 2020 können noch Anträge auf Zuschüsse aus der Charlotte-Weiß-Stiftung im Sekretariat des Leisniger Bürgermeisters abgegeben werden.

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