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Turnhalle soll saniert werden

Für die äußere Gestaltung hat die Gemeinde Großweitzschen schon einiges an Geld aufgewendet. Innen gibt es jedoch noch erhebliche Mängel.

Von außen sieht die Turnhalle Großweitzschen (hinteres Gebäude) gut aus. Innen ist aber noch einiges zu tun.
Von außen sieht die Turnhalle Großweitzschen (hinteres Gebäude) gut aus. Innen ist aber noch einiges zu tun. © André Braun/Döbelner Anzeiger

Großweitzschen. Die Vorlage kam kurzfristig auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Großweitzschener Gemeinderates. Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ will die Gemeinde Geld für die Sanierung der Turnhalle Großweitzschen beantragen.

Geplant ist die brandschutztechnische Ertüchtigung, die Renovierung der Umkleideräume und der dazu gehörigen Sanitäranlagen sowie der Heizung und der Elektrik. Das Planungsbüro Zache wurde mit der Kostenschätzung beauftragt. Demnach kostet das Vorhaben knapp 255.000 Euro. Der Anteil der Förderung beträgt 45 Prozent, die Gemeinde müsste einen Eigenanteil von 140.000 Euro aufbringen.

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Erhebliche Mängel in Turnhalle festgestellt

Durch die Unfallkasse und den Brandschutzverantwortlichen des Landkreises seien erhebliche Mängel im Bereich der Turnhalle sowie der Sanitärräume aufgezeigt worden, erklärte Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos). „Als Träger der Grundschule sind wir verpflichtet, diese Mängel zu beheben“, so Burkert. Da die Turnhalle und ihre Nebengebäude auch durch Vereine sowie für Veranstaltungen genutzt werden, sei diese Baumaßnahme von besonderer Wichtigkeit.

Der Gebäudekomplex wurde 1972 gebaut. Es gebe also einigen Nachholbedarf. „Es ist dringend notwendig, dass Turnhalle und Nebenräume auf den heutigen Standard gebracht werden“, sagte Burkert. Auch brandschutztechnisch sei einiges zu tun. Das betrifft unter anderem die Türen. 

„Die Wechselrichter für die Photovoltaikanlage auf dem Dach sind derzeit im Geräteraum untergebracht. Das ist nicht zulässig. Dafür muss eine andere Lösung gefunden werden“, erklärte der Bürgermeister. Zudem sei es Pflicht, dass im Lehrerzimmer eine Dusche eingebaut ist. Auch dies soll mit erledigt werden.

Kostenschätzung nach gesetzlichen Vorgaben

Ob das Vorhaben gefördert wird, steht noch nicht fest. Bis zum 31. Dezember 2025 ist nach Bewilligung Zeit, die Pläne umzusetzen. „Bekommt die Gemeinde den Zuschlag, muss die Sanierung dann auch umgesetzt werden“, so Burkert.

Gemeinderat Jörg Ulmitz (Freie Wähler) fragte, ob eine Schließung der Turnhalle drohe. Dazu könne es durchaus kommen. „Die Gemeinde muss nachweisen, dass sie etwas tut“, antwortete Jörg Burkert. „Wird denn in jedem Fall gebaut?“, wollte Sven Krawczyk (CDU) in diesem Zusammenhang wissen. Bei positivem Bescheid werde das Vorhaben in Angriff genommen, so Burkert. Eine Frist sei jedoch nicht gesetzt. 

Johannes Pester (Freie Wähler) fragte, ob denn das veranschlagte Geld auch reicht. Er würde eine höhere Summe ansetzen. Burkert verwies jedoch darauf, dass die Kostenschätzung durch das Planungsbüro nach den gesetzlichen Vorgaben erledigt wurde. Darin seien auch eventuelle Preissteigerungen eingeplant.

Bereits im Jahr 2017 wurden die Turnhalle und das Hortgebäude energetisch saniert und die Zufahrt zur Schule in Ordnung gebracht. Dafür wurden 260.000 Euro Fördergeld sowie 53.000 Euro Eigenanteil der Gemeinde aufgewendet.

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