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Unwetterschäden: Leisnig spekuliert auf Leader-Förderung

Auch vom Freistaat gibt es Hilfen. Die hat das Kabinett erst vor ein paar Tagen beschlossen. Doch die Kommune will einen anderen Weg gehen.

Der Spielplatz in Gorschmitz kann seit Anfang Juni 2021 nicht mehr genutzt werden. Die Stadt musste ihn nach einer Schlammlawine sperren lassen. Die Instandsetzung steht immer noch aus.
Der Spielplatz in Gorschmitz kann seit Anfang Juni 2021 nicht mehr genutzt werden. Die Stadt musste ihn nach einer Schlammlawine sperren lassen. Die Instandsetzung steht immer noch aus. © Dietmar Thomas

Leisnig. Für die Kinder im Spielplatzalter hat es diesen Sommer schlecht ausgesehen, zumindest im Leisniger Ortsteil Gorschmitz. Dort hat eine Schlammlawine Anfang Juni einen Großteil des Spiel- und benachbarten Sportplatzes zerstört. Bis jetzt, genau vier Monate später, hat sich da wenig getan.

„Wir wollen uns zur Schadensbeseitigung um Fördergeld aus dem Leader-Programm in der Region Sachsenkreuz+, zu der wir gehören, bemühen“, sagte Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) auf Nachfrage. Zunächst war er davon ausgegangen, dass es ein spezielles Förderprogramm zur Beseitigung der Schäden im Frühsommer gibt – und das gibt es seit ein paar Tagen auch.

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Förderprogramm des Landes passt nicht

Der Knackpunkt, den der Bürgermeister sieht: „Bei dem Programm unterstützt der Freistaat von Hochwasserschäden im Juli 2021 Betroffene. Unsere Schäden sind schon Anfang Juni entstanden.“ Damit begründete der Rathauschef, weshalb sich Leisnig keine Chancen ausrechnet, bei der Vergabe von Fördergeld in diesem Programm, das das sächsische Kabinett jetzt beschlossen hat, bedacht zu werden.

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Außerdem: Ein Teil der Schäden an dem landwirtschaftlichen Weg hätten Mitarbeiter des städtischen Bauhofes mittlerweile beseitigt. Wie der Bürgermeister nach dem Unwetter den Stadträten schilderte, hatte der Starkregen am Abend des 5. Juni eine Schlammlawine ausgelöst.

Diese ergoss sich zunächst über den Spiel- und Bolzplatz, dann über eine landwirtschaftliche Straße bis fast zur Verbindung nach Röda. Danach musste der Spielplatz gesperrt werden und auch der Weg war zeitweise nicht mehr passierbar.

Schäden am Wanderweg schon beseitigt

„Auf diesem hat der Bauhof inzwischen aufgeräumt“, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage. Auch der Teilbereich des Rundwanderweges sieben, der bei dem Unwetter Schaden genommen hatte, sei wieder nutzbar. „Jetzt müssen wir noch überlegen, wie wir mit einigen umgestürzten Bäumen umgehen“, so Goth.


Das Gros des Schadens, den der Rathauschef auf mehrere zehntausend Euro geschätzt hatte, dürfte an dem Spiel- und Sportplatz in Gorschmitz entstanden sein. Damit dieser von Kindern ab nächstem Jahr wieder genutzt werden kann, muss zunächst der Schlamm abgebaggert, Sand- und Fallschutz erneuert werden. Inwieweit auch noch Spielgeräte zu reparieren sind, muss die konkrete Aufnahme der Schäden zeigen.

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