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Döbeln

Veolia weiter fürs Abwasser verantwortlich

Der Abwasserzweckverband will den Dienstleister länger für Döbeln und das Jahnatal binden. Grund ist der Klärschlamm.

Das Klärwerk in Masten wird wie alle Anlagen des AZV Döbeln-Jahnatal von der Veolia betrieben. Der Vertrag wurde jetzt verlängert.
Das Klärwerk in Masten wird wie alle Anlagen des AZV Döbeln-Jahnatal von der Veolia betrieben. Der Vertrag wurde jetzt verlängert. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal hat den Betriebsführungsvertrag mit der Veolia verlängert. Auch über den 31. Dezember 2024 wird sich der Wasserdienstleister um das Betreiben der technischen Anlagen des Verbandes, um die Betreuung von Bauvorhaben und um die Verwaltungsaufgaben kümmern. 

Der AZV Döbeln-Jahnatal beschäftigt praktisch kein eigenes Personal, sondern „teilt“ sich einen Geschäftsführer und eine Mitarbeiterin mit dem Wasserverband Döbeln-Oschatz. 

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Der AZV will die Veolia mit dem Vertrag an sich binden. „Wir brauchen Sicherheit bei der Entsorgung des Klärschlamms“, sagte Stephan Baillieu, Geschäftsführer des AZV. „Viele Verbände haben Schwierigkeiten, Kontingente für die Entsorgung zu bekommen.“ 

Entsorgung sehr teuer

Klärschlamm darf seit Jahren nicht mehr auf die Felder gebracht werden, sondern wird verbrannt. Wie Veolia-Niederlassungsleiter Marcus Riemer sagte, seien die Entsorgungskosten für Klärschlamm explodiert. Die Veolia sei der zweitgrößte Entsorger von Klärschlamm in Deutschland und liege deshalb bei den Kosten weit unter dem Durchschnitt.

Veolia und AZV hatten geplant, durch eine Faulung in der Kläranlage Masten die Klärschlammmengen zu reduzieren. Wegen einer zu geringen Förderung durch den Freistaat ist die Anlage aber unwirtschaftlich. Das Vorhaben war im vergangenen Jahr erst einmal eingestellt worden.

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