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Vermeintliche Messerattacke in Waldheim: Video zeigt keine Bedrohung

Mit einem Handy soll die Filmsequenz aufgenommen worden sein. Zum Inhalt laufen Ermittlungen der Polizei.

Ein möglicherweise in der Oberschule Waldheim aufgenommenes Video sorgt für Aufregung.
Ein möglicherweise in der Oberschule Waldheim aufgenommenes Video sorgt für Aufregung. © André Braun

Waldheim. An der Waldheimer Oberschule soll ein 14 Jahre alter Syrer, der inzwischen vorläufig von der Schule ausgeschlossen ist, seine Mitschüler immer wieder mit einem Messer bedroht haben.

Eine solche Szene soll, laut der Freien Sachsen – eine Bewegung, die der Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich einstuft – auch ein wahrscheinlich in der Schule aufgenommenes Video zeigen. Schulleiter Jan Genscher äußert sich mit Verweis auf laufende Ermittlungen der Polizei nicht zu dem Video, das unserer Zeitung vorliegt.

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In dem 17 Sekunden langen Ausschnitt ist in der Hand des einen der beiden agierenden Jugendlichen ein Messer mit einer breiten Klinge zu sehen. Eine Bedrohung des einen durch den anderen Jungen oder eine gefährliche Situation ist jedoch nicht erkennbar.

Angeblich habe die Schule auch Schüler abgemahnt, die die Vorfälle mit dem syrischen Mitschüler mit dem Handy dokumentiert hätten. Dies verneint der Schulleiter. Sollten Schüler ein Handy in der Schule nutzen, würden sie jedoch gegen die Hausordnung verstoßen. Diese haben der Schülerrat, Elternrat und Lehrerrat gemeinsam beschlossen.

Möglicher Verstoß gegen Schulordung

Es sei für alle wichtig, im Unterricht nicht durch Handys gestört zu werden, heißt es in der Hausordnung. Während des gesamten Aufenthaltes in der Schule und auf dem Schulgelände sollten die Handys deshalb ausgeschaltet sein. Bei Verstößen können die Geräte vom jeweiligen Lehrer eingezogen und im Sekretariat deponiert werden.

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Sie müssen von den Erziehungsberechtigten abgeholt werden. Weiter heißt es: „Wir weisen darauf hin, dass das heimliche Fotografieren, beziehungsweise Filmen von Personen oder heimliche Sprachaufzeichnungen nicht statthaft sind. Sie stellen Straftatbestände nach § 201 StGB dar.“

Ist das Video tatsächlich in der Schule entstanden, hätten die Schüler also gegen die Hausordnung verstoßen, die sie durch den Schülerrat mit beschlossen haben.

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