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VfB Leisnig übergibt tonnenweise Spielzeug

Was VfB-Präsident Jörg Lippert verspricht, hält er für gewöhnlich auch. Davon haben einen Tag nach Nikolaus auch die Nikoläuse aus Polditz profitiert.

Renè Vettermann (links) und Jörg Lippert vom VfB Leisnig haben die Mädchen und Jungen der Kita Nikolaus in Polditz mit einer Tonne voll Spielzeug überrascht. Die wurde aufgrund der Corona-Regeln vor der Tür abgestellt.
Renè Vettermann (links) und Jörg Lippert vom VfB Leisnig haben die Mädchen und Jungen der Kita Nikolaus in Polditz mit einer Tonne voll Spielzeug überrascht. Die wurde aufgrund der Corona-Regeln vor der Tür abgestellt. © Dietmar Thomas

Leisnig. Mülltonen sind nicht nur dafür da, um Abfälle zu sammeln. Auch Spielzeug kann darin prima aufbewahrt werden – selbstredend sollen die Tonnen dafür nagelneu sein. Das waren sie, als VfB Leisnig-Präsident Jörg Lippert sie im vergangenen Sommer mit Dutzenden Spielsachen befüllt hatte. Die bekam der Verein von Rewe, und zwar nach einer regen Beteiligung an der Aktion „Scheine für Vereine“.

Die läuft gegenwärtig und es ist keine Frage: Die Nachwuchskicker des VfB und andere Leisniger Sportvereine beteiligen sich wieder daran. Für einen gewissen Einkaufsbetrag können die Käufer einem von ihnen ausgewählten Verein einen Bonus zukommen lassen. Je mehr gesammelt werden, desto größer ist am Ende die Unterstützung.

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Aktion: Rewe-Kunden sehr spendabel

Im vergangenen Jahr hatten die Nachwuchsfußballer die Erfahrung gemacht, dass die Kunden im Rewe-Markt in Leisnig gern geben und mitmachen, wenn sie von den Jungs selbst angesprochen und über Sinn und Zweck der Aktion „Scheine für Vereine“ sozusagen aufgeklärt werden. Jörg Lippert selbst hatte das Ergebnis mehr als verblüfft. Tausende Scheine waren allein an diesem Tag zusammengekommen, insgesamt sammelte der VfB 14.500 Euro. Kaum ein anderer Verein, der sich in der Region und darüber hinaus beteiligte, war so erfolgreich.

Schon bei der Übergabe der Bälle, In- und Outdoor-Spiele hatte Jörg Lippert versprochen, dass von dieser Fülle nicht nur die Nachwuchssportler des VfB profitieren sollen. „Wir haben zum Beispiel auch an unsere Kindereinrichtungen gedacht, die jetzt keinen Verein haben, aber Spielzeug gut gebrauchen können“, sagte Lippert damals.

"Geben und Nehmen" soll es weiter geben

Nun hat er dieses Versprechen eingelöst. Zwar konnte er wegen der jetzt wieder schärferen Corona-Schutzvorkehrungen nicht in so viele leuchtende Kinderaugen schauen wie im vergangenen Sommer. Aber der Sportvereinspräsident ist sich sicher, dass die Mädchen und Jungen ihren Spaß haben werden – schon allein beim Auspacken der Geschenke aus der (Müll-)Tonne.

„Um nicht gegen Corona-Regeln zu verstoßen, haben wir die Spielsachen ,einfach‘ vor die Tür der Kita Wirbelwind in Leisnig und Nikolaus in Polditz gestellt“, sagt Jörg Lippert. Vorher hatte er natürlich mit den Leiterinnen der Einrichtungen telefoniert und ihnen die Überraschung sozusagen angekündigt. Auch eine weitere Einrichtung hätte er gern eine solche Tonne zukommen lassen. Doch die hat sich gewünscht, das Geschenk zu einem späteren Zeitpunkt entgegenzunehmen und für den Moment abgelehnt.

Dieses „Geben und Nehmen“ will Jörg Lippert weiter praktizieren. Er erinnert an die bisher gelungenen VfB-Sommerfeste, die aus den ebenso gelungenen DMI-Cups hervorgegangen sind. Bei den Veranstaltungen gab der Vorstand des Sportvereins immer auch anderen Vereinen und Gruppen von Kitas die Möglichkeit, sich zu präsentieren und dafür im Gegenzug den einen oder anderen Euro in die Kasse zu bekommen. Denn nahezu jede Einrichtung hat Wünsche, die sie sich zusätzlich erfüllen möchte. „Nur zusammen können wir etwas für unseren jeweiligen Verein und für Leisnig erreichen“, begründet er.

Hoffen auf Fördergeld für Umbau

Nachdem das Sommerfest in diesem Jahr ebenfalls wegen der Pandemie ausgefallen ist, hoffen die Sportler auf eine Neuauflage im kommenden Sommer. Dann haben sie nämlich allen Grund zum Feiern. 1921 ist der VfB Leisnig – damals noch unter anderem Namen – gegründet worden. Seitdem haben die Mitglieder Hochs und Tiefs durchgestanden, sportlich genauso sie als Gemeinschaft. Darauf soll, wenn es möglich ist, angestoßen werden.

Die schönste Nachricht wäre mit Sicherheit, dass der Sport- und Freizeitkomplex mit Bundeszuschüssen umgebaut werden kann. Das soll sich voraussichtlich im März entscheiden. Können tatsächlich mehr als drei Millionen Euro in das Areal am Rande der Stadt fließen, dann bekämen die Fußballer ein Spielfeld, die Zuschauer eine neue Tribüne und die Tennisspieler ihre Plätze überdacht (Sächsische.de berichtete). So sehen die Pläne bisher aus. Diese müssen dann noch konkretisiert werden, sofern Leisnig zu denjenigen gehört, die sich über die Förderung freuen können.

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