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Volkshochschule bereitet neues Semester vor

Zurzeit ist die Einrichtung geschlossen. Doch schon zuvor hat sich die Verunsicherung der Teilnehmer bemerkbar gemacht.

Für die Teilnehmer an Kursen bleibt die Tür der Volkshochschule derzeit verschlossen.
Für die Teilnehmer an Kursen bleibt die Tür der Volkshochschule derzeit verschlossen. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Die ersten Kurse für das Jahr 2021 sind auf der Internetseite der Volkshochschule Mittelsachsen bereits ausgeschrieben. Gleichzeitig erfolgt dort der Hinweis, dass mit der Wiederaufnahme des Kursbetriebs nicht vor Mitte Januar zu rechnen ist. Zurzeit ist die Weiterbildungseinrichtung geschlossen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Durch die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung nach dem ersten Lockdown und die Befürchtungen einer zweiten Welle der Corona-Pandemie gab es für die Kurse im Herbst deutlich weniger Anmeldungen. „Das war insbesondere, auch bedingt durch die Altersstruktur unserer Teilnehmer, zu erwarten und betrifft die meisten Volkshochschulen in Sachsen“, erklärt Julia Pikos vom Marketing der Mittelsächsischen Kultur gGmbH auf Nachfrage von Sächsische.de.

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Keine Online-Kurse geplant

Andere Bildungseinrichtungen versuchen derzeit, ihre Angebote online weiterzuführen. Dies sei jedoch mit den Kursen der Volkshochschule, die als Präsenz- und Gruppenunterricht konzipiert wurden, aus verschiedenen Gründen nicht möglich.

Jedoch sei geplant, begonnene Kurse nach Beendigung des Lockdowns automatisch weiterzuführen. Teilnehmer, die dies nicht möchten, könnten unproblematisch aussteigen. Bereits gezahlte Kursgebühren würden dann zurückerstattet.

Die Volkshochschule besitze jedoch die räumlichen Voraussetzungen und ein Hygienekonzept, die es ermöglichen, Kurse auch mit weniger Teilnehmern durchzuführen. „Das wurde vor dem November bereits praktiziert“, so Julia Pikos.

Durch die behördlich angeordneten Schließungen und die notwendige Reduzierung der Teilnehmerzahlen in den Kursen aufgrund der Abstandsregeln muss auch die Volkshochschule mit einigen Einnahmeausfällen zurechtkommen. Dem gegenüber stehe ein Mehraufwand durch die Umsetzung der Hygieneauflagen. „Staatliche Unterstützung gab und gibt es durch Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfe“, so die Marketingfrau.

Im Moment keine Kurzarbeit

Die Mitarbeiter der Volkshochschule waren zwischen dem 20. April und 30. Juni im Durchschnitt mit einem Anteil von 30 Prozent in Kurzarbeit. „Derzeit wurde aber keine Kurzarbeit angewiesen. Wir bereiten das neue Semester vor und nutzen die Zeit intensiv für Tätigkeiten, die im Rahmen des Zeitbudgets für das operative Geschäft oft nicht möglich sind“, erklärt Julia Pikos.

Am Konzept der Volkshochschule Mittelsachsen werde sich jedoch kurzfristig nichts ändern. „Selbstverständlich stellen wir uns neuen Rahmenbedingungen und veränderten Markterfordernissen. Als Mitglied im Verband Sächsischer Volkshochschulen leisten wir dort unseren Beitrag, die Volkshochschulen insbesondere durch Digitalisierung so aufzustellen, dass sie weiterhin marktfähig, kundenfreundlich sind und ihrem Grundsatz gerecht werden: Weiterbildung anzubieten für alle und dies zu moderaten Preisen“, meint Julia Pikos.

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