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Vorsicht Zecken – Mittelsachsen ist Risikogebiet

Im Landkreis gibt es nur wenige FSME-Erkrankungen. Aber in Nachbarkreisen ist die Situation schlimmer. Und das zählt mit.

Das Robert-Koch-Institut hat Mittelsachsen zum Risikogebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis erklärt. Die Krankheit wird durch Zecken übertragen.
Das Robert-Koch-Institut hat Mittelsachsen zum Risikogebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis erklärt. Die Krankheit wird durch Zecken übertragen. © dpa-Zentralbild

Mittelsachsen. Das Robert-Koch-Institut hat den Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr als Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Risikogebiete eingestuft.

Damit zählen jetzt mit dem Vogtlandkreis, den Landkreisen Bautzen, Zwickau, Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Meißen, dem Erzgebirgskreis sowie der Stadt Dresden acht der dreizehn Stadt- und Landkreise im Freistaat als FSME-Risikogebiete. Eine Ausweisung weiterer Landkreise als Risikogebiete sei für die Zukunft nicht unwahrscheinlich, teilt das sächsische Sozialministerium mit.

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Dieses Erkrankungsrisiko wird anhand der an das Robert-Koch-Institut gemeldeten FSME-Fälle der Vorjahre errechnet. In die Risikoberechnung werden nicht nur die im jeweiligen Landkreis gemeldeten beziehungsweise dort erworbenen Fälle einbezogen, sondern auch die Fallzahlen der angrenzenden Kreise.

Zecken brauchen hohe Luftfeuchtigkeit

Auch die Einstufung des Landkreises Mittelsachsen erfolgte nicht nur aufgrund der dort registrierten Fallzahlen, sondern auch anhand der Zahl der in den anliegenden Nachbarkreisen aufgetretenen Erkrankungen. Im vergangenen Jahr gab es zwei FSME-Erkrankungen in Mittelsachsen. 2019 und 2017 war es jeweils ein Fall. Im Vogtlandkreis wurden 2020 zum Beispiel insgesamt zehn Fälle gemeldet.

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FSME wird von Zecken übertragen. Sie halten sich bevorzugt auf bodennahen Pflanzen auf. Um aktiv zu werden, benötigen sie Temperaturen über sieben Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 Prozent.

Nicht nur Parks und Wälder seien ideale Biotope für Zecken, nach Einschätzung von Experten werde der eigene Garten als Zeckenreservoir und damit als Risikogebiet völlig unterschätzt.

Individueller Schutz beugt vor

Nur der individuelle Schutz könne den möglichen Gefahren eines Zeckenstichs vorbeugen. Bei Auftreten von Krankheitssymptomen nach einem Zeckenstich sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

„Nach einem Aufenthalt im Freien mit möglichem Zeckenkontakt sollte der Körper, vor allem auch bei Kindern, sorgfältig nach Zecken abgesucht werden. Auch Betreuer in Kindertagesstätten sollten nach Aufenthalten im Freien auf Zecken achten und diese möglichst entfernen“, mahnt Gesundheitsministerin Petra Köpping.

Das Risiko eines Zeckenbefalls lasse sich durch helle Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt, erheblich reduzieren. Auch der Einsatz von zeckenwirksamen insektenabwehrenden Mitteln, sogenannten Repellentien sei empfehlenswert.

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