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Gestiegene Materialkosten machen Waldheims Schulanbau teurer

Auch zusätzliche Wünsche erhöhen den Finanzbedarf. Insgesamt sind es 45.000 Euro mehr für die Oberschule als geplant.

© Christian Essler/xcitePRESS

Waldheim. Die Arbeiten am Anbau der Oberschule liegen im Zeitplan. Der Rohbau steht, der Innenausbau hat begonnen. Bis Ende des Jahres soll das Vorhaben umgesetzt sein und die Klassen-, Gruppen- und Nebenräume ihrer Nutzung übergeben werden.

„Wir liegen im Zeitplan“, sagte Dirk Erler, Leiter des Fachbereiches Ordnung- und Bauverwaltung.

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Nicht im Plan liegen hingegen die Kosten. Die erhöhen sich bisher um insgesamt 45.000 Euro. Die Stadträte haben dieser Summe zur Ratssitzung zugestimmt. Den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses wurden die Mehrkosten, die durch Nachtragsangebote und Auftragserweiterungen zusammenkommen, ausführlich begründet.

Stahlpreise steigen um 95 Prozent

Das Budget sprengen vor allem die gestiegenen Materialkosten für Stahl und für die Dämmung. Das betrifft unter anderem die Dachdecker- und -klempnerarbeiten. „Die Kostenerhöhung übersteigt die normale Preisanpassung, die bei jährlich zwischen vier und fünf Prozent liegt.

„Da die Ausschreibung dieser Arbeiten bereits im August 2020 erfolgte, war die Preisentwicklung seit März 2021 nicht kalkulierbar“, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Einkaufspreis für die Dachdämmung habe sich um 35 Prozent erhöht. Dadurch sind Mehrkosten in Höhe von 4.300 Euro entstanden.

Die Stahlpreise stiegen seit März um etwa 21,5 Prozent. Das ist aber noch nicht das Ende. Zurzeit wird sogar mit einer Preissteigerung bei Stahl in Höhe von 95 Prozent gerechnet. Das bedeutet konkret: Die Baufirma Roman Petters hat 21,4 Tonnen Bewehrungsstahl für die obere Stahlbetondecke und die -säulen verbaut. Hinzukommen weitere 2,65 Tonnen Bewehrungsstahl für die Stützmauern im Außenbereich. Insgesamt sind das Mehrkosten in Höhe von 28.500 Euro.

Bessere Akustik durch textile Böden

Während der Bauausführung gab es in Abstimmung mit der Schulleitung kleine Änderungen. Damit erkennbar ist, welche Räume genutzt werden und ob jemand hinter der Tür steht, wurden für die neuen Klassen- und Gruppenräume Türen mit Lichtausschnitt gewünscht. Diese Ausführung kostet 1.600 Euro mehr als geplant.

Außerdem soll die mobile Trennwand eine schalldämpfende Oberfläche erhalten. Dafür entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von 8.300 Euro.

Um eine bessere Akustik geht es auch beim Bodenbelag . In den beiden Klassenräumen war der Einbau von Kautschuk-Belag geplant. Um die Akustik zu verbessern sollen die beiden Zimmer textile Beläge für einen Mehrpreis in Höhe von 5.000 Euro erhalten.

Farbgestaltung wird abgestimmt

Ein weiterer Posten, der den Anbau teurer werden lässt, ist die Verlegung eines neuen Elektroanschlusses. Insgesamt betragen die Mehrkosten dafür knapp 6.000 Euro. „Wir gehen davon aus, dass die kostenintensiven Maßnahmen abgeschlossen sind, es keine Nachträge in Größenordnungen mehr gibt“, so Erler.

Zurzeit erfolgt der Innenausbau. Mit der Malerfirma würde zurzeit die Farbgestaltung abgestimmt und die Verwaltung würde gerade die Möbel aussuchen.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde mit dem Erweiterungsbau der Schule begonnen. Notwendig ist dieser wegen der ständig steigenden Schülerzahlen. Seit vielen Jahren wird die Oberschule dreizügig geführt. Immer wieder kam es wegen der steigenden Schülerzahlen zu Kapazitätsengpässen in Bezug auf die Klassenzimmer und die Nebenräume .

1,4 Millionen Euro für Oberschulen-Anbau in Waldheim

Rund 1,35 Millionen Euro sollte der Anbau kosten. 813.000 Euro gab es aus dem Fördertopf „Schulische Infrastruktur“. Zurzeit liegen die Gesamtkosten bei 1,4 Millionen Euro. Die Stadt kann für die Mehrkosten keine Förderung beantragen, da diese 3,3 Prozent betragen.

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Der Anbau ist im rückwärtigen Bereich am mittleren Verbindungsgebäude entstanden. Es ist ein Zwei-Geschosser mit zwei Klassenräumen in der oberen Etage. Darunter werden ein Medienkabinett sowie ein Musikraum eingerichtet.

Weitere kleine Neben- und Gruppenräume sind unter anderem für den Unterricht im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) gedacht. Dieser Unterricht wird in kleineren Gruppen abgehalten.

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