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Waldheim vergibt Auftrag für digitale Tafeln

Die neuen Displays sollen eine Betriebsdauer von mindestens 80.000 Stunden aufweisen.

Über interaktive Tafeln verfügt die Oberschule Waldheim schon lange. Die neuen arbeiten aber nach einer völlig anderen Technologie.
Über interaktive Tafeln verfügt die Oberschule Waldheim schon lange. Die neuen arbeiten aber nach einer völlig anderen Technologie. © Dietmar Thomas

Waldheim. Schrittweise wird in Waldheim der Digitalpakt Schule umgesetzt. Mit dem Förderprogramm unterstützt der Bund die Kommunen als Schulträger und fördert die Anschaffung digitaler Medien für die Bildungseinrichtungen.

Die Stadt Waldheim will für ihre drei Schulen insgesamt 14 digitale Displays – also Tafeln – anschaffen. Wie die Fachbereichsleiterin der Haupt- und Finanzverwaltung Mandy Schützel mitteilte, sind Angebote für jeweils fünf Tafeln für die Grund- und Förderschule und vier Tafeln für die Oberschule eingeholt worden. „Die Leistung wurde öffentlich ausgeschrieben“, erklärte Mandy Schützel in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

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Günstigstes Angebot erfüllt Mindestanforderungen nicht

Insgesamt fünf Anbieter haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Die Preisspanne der geprüften Angebote reicht von rund 68.220 Euro bis 91.210 Euro. Allerdings habe das finanziell günstigste Angebot die Mindestanforderungen im Ausschreibungstext nicht erfüllt.

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„In den Unterlagen ist nicht ersichtlich, ob die geforderte kostenfreie Softwarelizenz für den Betrieb der Tafeln beziehungsweise die entsprechenden Anforderungen daran im Preis berücksichtigt worden sind“, erklärte die Fachbereichsleiterin.

Überdies seien im preisgünstigsten Angebot statt der geforderten 80.000 Betriebsstunden im Datenblatt nur 50.000 Betriebsstunden angegeben. „In diesem Fall wäre mit einer wesentlich früheren Ersatzbeschaffung zur rechnen“, so Mandy Schützel.

Zweitgünstiger Anbieter erhält Zuschlag

Der Auftrag wurde daher an den vom Preis her zweitgünstigsten Anbieter – die Netzwert GmbH aus Leipzig – vergeben. Deren Angebot sei als wirtschaftlicher zu betrachten.

Neben der Lieferung und Installation der neuen Tafeln ist auch eine Schulung inklusive. Insgesamt kostet die Leistung etwas mehr als 68.680 Euro. Die Kosten sind im Haushalt gedeckt, so Mandy Schützel. Die Stadt Waldheim nimmt aus dem Förderprogramm Digitalpakt Schule dafür 67.900 Euro ein. Die Waldheimer Schulen befinden sich diesbezüglich dann auf einem guten Stand, so Mandy Schützel.

Neue Displays sollen in den Neubau

Die Waldheimer Oberschule verfügt bereits über mehrere digitale Tafeln, war sogar eine der ersten, die die für damalige Verhältnisse moderne Technik einführte. „Allerdings haben diese Tafeln eine völlig andere Technologie“, erklärte Schulleiter Jan Genscher.

Bei den älteren Tafeln werde der Inhalt mittels eines Beamers auf die Tafel projiziert. Die neuen arbeiten digital nach dem Prinzip eines riesigen Tablets.

Die vier neuen Displays für die Oberschule sollen zunächst im neuen Anbau, der voraussichtlich Ende November übergeben wird, installiert werden.

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