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Waldheimer Post bröckelt wieder

Der Fußweg musste mit Baken abgesperrt werden. Erneut drohen Teile vom Dach abzustürzen.

Fußgänger müssen derzeit vor dem Postgebäude die Seite wechseln. Der Fußweg musste wegen der Gefahr herabstürzender Teile gesperrt werden.
Fußgänger müssen derzeit vor dem Postgebäude die Seite wechseln. Der Fußweg musste wegen der Gefahr herabstürzender Teile gesperrt werden. © Lars Halbauer

Waldheim. Die alte Post und kein Ende. Das stadtbildprägende Gebäude bröckelt weiter vor sich hin. Jetzt musste das Ordnungsamt erneut einschreiten und eine Sperrung des Fußweges veranlassen.

Wie Ordnungsamtsleiter Stefan Dege auf Anfrage mitteilte, handelt es sich dabei um eine Sicherheitsmaßnahme. Der Eigentümer sei aufgefordert worden, die Gefahr zu beseitigen. Solange sich an dem Zustand nichts ändert, könne die Sperrung nicht wieder aufgehoben werden.

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Fußgänger müssen Seite wechseln

Fußgänger müssen so lange an der stark befahrenen Straße die Seite wechseln. Zu groß ist die Gefahr, dass sie durch die herunterfallenden Teile verletzt werden könnten.

Vor etwas mehr als einem Jahr stellte sich die Situation an dem Gebäude schon einmal so ähnlich dar. Auch damals waren Dachteile von dem Gebäude heruntergefallen, hatten Passanten sogar schon Fragmente der Wetterfahne, Nägel und Dachschiefer aufgesammelt. Das Ordnungsamt der Stadt musste auch zu dieser Zeit den Fußweg sperren.

Der Eigentümer der Immobilie ließ daraufhin das Gebäude sichern. Am Dachsims wurden eine Art Holzgestell und Netze angebracht. Mittlerweile lösen sich augenscheinlich auch diese Holzteile schon wieder.

Mit Baken ist der Fußweg vor dem 100 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäude abgesperrt.
Mit Baken ist der Fußweg vor dem 100 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäude abgesperrt. © Lars Halbauer

Erbaut wurde das Haus in den Jahren 1917 bis 1921. Es ist also bereits 100 Jahre alt. Im Jahr 1990 ist das Haus geteilt worden. Einen Teil des Gebäudes wollte der Eigentümer zuerst vermieten. Später, vor etwa einem Jahr, bot er es auf einer Internetplattform über eine Maklerfirma zum Verkauf an – für fast eine halbe Million Euro als Mehrfamilienhaus mit 30 Zimmern und knapp 600 Quadratmetern Wohnfläche.

Im Inneren teilsaniert

Zu einem Verkauf des denkmalgeschützten Hauses ist es aber dann offenbar nicht gekommen. Inzwischen ist es aus dem Internetportal verschwunden. Der Eigentümer hatte im Inneren bereits mehrere Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen. Im Jahr 2018 wurde beispielsweise eine neue Heizung eingebaut, auch einige Decken sind abgehangen worden.

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