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Waldheims Verschönerer: Vorstand sagt Tschüss

Seit der Gründung im Jahr 2006 blieb die Vorstandsarbeit in den gleichen Händen. Jetzt war die Zeit reif für Veränderungen.

Ein Höhepunkt in der 15-jährigen Geschichte des Verschönerungsvereins: Die Einweihung des 13. Längengrades in Waldheim im Juni dieses Jahres, v.l.: Klara Just, Bianca Ulbricht und Gerd Pfeifer.
Ein Höhepunkt in der 15-jährigen Geschichte des Verschönerungsvereins: Die Einweihung des 13. Längengrades in Waldheim im Juni dieses Jahres, v.l.: Klara Just, Bianca Ulbricht und Gerd Pfeifer. © Dietmar Thomas

Waldheim. Eigentlich wollte Gerd Pfeifer das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Waldheimer Verschönerungsvereins nur drei Jahre ausüben. 15 Jahre sind es nun geworden. Zur Vorstandswahl vor wenigen Tagen stellte er sich nicht wieder zur Verfügung – genauso wie der stellvertretende Vorsitzende Karl Schuster und die Schatzmeisterin.

„Dem Verein bleiben wir aber treu“, betont Gerd Pfeifer. In der langen Zeit sei ein gutes Netzwerk entstanden. „Der Verein ist auf einem guten Stand und hat eine gute finanzielle und technische Basis“, so Pfeifer. Nach 15 Jahren sei es aber nun an der Zeit, etwas kürzer zu treten, die Verantwortung Jüngeren zu überlassen, so der 70-Jährige.

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Netzwerk soll erhalten bleiben

Karl Schusters 80. Geburtstag und sein Wunsch, in Bezug auf die Vereinsarbeit kürzer treten zu wollen, waren schließlich auch für Gerd Pfeifer Anlass darüber nachzudenken. „Zum Glück haben wir gute Nachfolger gefunden“, zeigt sich Gerd Pfeifer erleichtert.

Das Amt des Vorsitzenden wird demnach Wolfgang Vogel übernehmen, Stellvertreterin wird Gisela Groschopp, Schatzmeisterin wird nach Andrea Tröger nun Evelyn John. Schriftführer bleibt André Schuster. Der neue Vorstand muss vom Amtsgericht noch bestätigt werden.

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In den 15 Jahren hat der Waldheimer Verschönerungsverein vieles erreicht. „Unser erster Einsatz war, die verwilderte Gartenkolonie hinter dem Pennymarkt zu beräumen“, erinnert sich Gerd Pfeifer. Mehr als 200 Bänke haben die „Verschönerer“ – wie sie umgangssprachlich heißen – entlang der Wanderwege aufgestellt und gepflegt. „Allein im vergangenen Jahr haben wir 120 davon aufgearbeitet und wieder auf Vordermann gebracht“, so Pfeifer. In unzähligen Einsatzstunden wurden die Wanderwege freigeschnitten, gesäubert und ausgebessert.

80 Tonnen Steine für den Wachbergturm

„Unser größter Einsatz war, als wir in einem Steinbruch bei Augustusburg rund 80 Tonnen Steine gebrochen haben, die wir für die Rekonstruktion des Wachbergturmes benötigten.“

Der Wachbergturm, eines der Wahrzeichen Waldheims, ist vor 150 Jahren erbaut worden. Seit 2007 sind unter der Regie des Vereins umfangreiche Sanierungs-, Aufräum- und Verschönerungsarbeiten erfolgt, um den Turm wieder begehbar zu machen. Fünf Jahre später wurde er wieder eingeweiht und ist seitdem ein beliebtes Ausflugsziel der Waldheimer und ihrer Gäste.

Mit 28 Mitgliedern ist der Verschönerungsverein gegründet worden. Mittlerweile hat er 75 Mitglieder. „Besonders freut uns aber, dass die Arbeit des Vereins auch darüber hinaus die Einwohner animiert, sich für die Verschönerung unserer Stadt einzusetzen“, so Pfeifer.

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