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Wechsel an der Spitze der Regionalkammer

Dr. Annette Schwandtke hat die IHK Mittelsachsen verlassen. Ihr folgt ein bekanntes Gesicht.

Dr. Cindy Krause ist die neue Geschäftsführerin der Regionalkammer Mittelsachsen der IHK Chemnitz.
Dr. Cindy Krause ist die neue Geschäftsführerin der Regionalkammer Mittelsachsen der IHK Chemnitz. © Fotostudio West

Mittelsachsen. Auf eigenen Wunsch hat Dr. Annette Schwandtke Ende 2020 die IHK Chemnitz verlassen. Bis dahin war sie als Geschäftsführerin der Regionalkammer Mittelsachsen im Amt. Darüber informierte die IHK. Ihre Nachfolge hat Dr. Cindy Krause angetreten. Das neue Gesicht an der Spitze der Regionalkammer ist vielen bereits bekannt. Denn Krause ist seit Juli 2016 in der Regionalkammer tätig. Sie war vor allem bei den Arbeitskreisen Einzelhandel präsent.

„Als bisherige Stellvertreterin von Frau Dr. Schwandtke habe ich bereits einen guten Einblick in die Aufgabenbereiche“, sagt Cindy Krause. Zuletzt war die gelernte Bürokauffrau sowie studierte und promovierte Wirtschaftsgeografin als Referentin in der Regionalkammer tätig.

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Die 39-Jährige war dabei Ansprechpartnerin für Unternehmen aus den Branchen Handel und Dienstleistung. Nun freue sich die Mutter zweier Kinder, die ihre Heimat in Freital hat, darüber, auch branchenübergreifend tätig zu sein. „Ich übernehme gern Verantwortung für das Team in Mittelsachsen und setze mich für die Interessen der mittelsächsischen Unternehmen ein“, äußerte sich Krause auf Nachfrage von Sächsische.de.

Die Neue will Innenstädte beleben

In Vorbereitung auf ihre neue Aufgabe habe sie zahlreiche Gespräche mit der bisherigen Amtsinhaberin geführt. Sie habe laufende Projekte übernommen sowie gegenüber Unternehmen und Partnern die Übergabe kommuniziert. Die Freitalerin ist motiviert und hat sich für die Regionalkammer viel vorgenommen. „Ich möchte einen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung leisten und Mittelsachsen als attraktiven Wirtschaftsstandort weiterentwickeln“, sagt Krause.

Ihr gehe es darum, bestehende Netzwerkstrukturen weiter voranzubringen. Denn mit diesen können die Beratung und Interessensvertretung der Mitgliedsunternehmen erfolgreich durchgeführt werden. Aber auch die Existenzgründungen sowie die Belebung der Innenstädte stehen auf ihrer Agenda ganz oben. Gerade Letzteres sei ein wichtiger weicher Standortfaktor für das Investieren in die Region und die Gewinnung wie Bindung von Fachkräften, meint die 39-Jährige.

Aktuell stelle auch die Corona-Pandemie sowie deren Auswirkungen eine Herausforderung für die Regionalkammer dar. Das Team helfe den Unternehmen dabei, Fragen rund um die Verordnungen, Finanzhilfen sowie Hygieneregeln zu beantworten. Zudem setze sich die Regionalkammer bei der Kommunalpolitik für die Interessen der Wirtschaft ein.

Darüber hinaus gebe es derzeit auch Überlegungen, wie die Kommunikation mit den Mitgliedern und Unternehmen während der Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten werden kann. „Das Team in Mittelsachsen erprobt dazu derzeit digitale und hybride Veranstaltungsformate“, informiert Krause.

Feuertaufe in der Pandemie

Die Funktion der Geschäftsführerin übernimmt Krause nach einem internen Stellenbesetzungsverfahren. In einer Sondersitzung des Präsidiums der Kammer sowie der Hauptgeschäftsführer der IHK hatte sie sich den Fragen von Unternehmensvertretern gestellt.

„Mit Frau Dr. Krause übernimmt eine absolute Wunschkandidatin der Regionalversammlung das Zepter an der Spitze der Geschäftsstelle in Freiberg. Sie hat in den letzten Jahren auf ihre eigene Art sehr gute und erfolgreiche Kontakte zur Landkreis-Verwaltung, zur Wirtschaftsförderung und vor allem auch zu vielen Unternehmen in Mittelsachsen aufgebaut“, äußerte sich Thomas Kolbe, Präsident der Regionalkammer zum Wechsel.

Mit ihrer Vertretung von Annette Schwandtke während der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 habe Krause ihre Feuerprobe absolviert. „Bereits hier hat sich ihre sehr positive Art des Netzwerkens zu lokalen Politikern, aber auch zur Kreis- und Landes- sowie zur Bundespolitik im Sinne der Unternehmen erfolgreich bemerkbar gemacht“, meint der Döbelner Unternehmer. Doch auch innerhalb der IHK sei sie gut vernetzt. „Mit ihr an der Spitze vollzieht die Geschäftsstelle auch einen Generationswechsel“, ergänzte der Geschäftsführer der Max Knobloch Nachfolge GmbH.

Dr. Annette Schwandtke hat die IHK Chemnitz auf eigenen Wunsch verlassen.
Dr. Annette Schwandtke hat die IHK Chemnitz auf eigenen Wunsch verlassen. © Dietmar Thomas

Neun Mitarbeiter in Geschäftsstelle

Warum Annette Schwandtke das Amt niedergelegt hat, dazu wollte sie sich zunächst nicht äußern. Kolbe würdigte ihre Arbeit der vergangenen Jahre. Ihre wohl größte Herausforderung war es, das Zusammenwachsen des Landkreises auch in der Regionalkammer zu begleiten.

„Es war eine relativ schwierige Zeit für Mittelsachsen, welches sich erst als Landkreis etablieren musste. Frau Dr. Schwandtke hat, aus der freien Wirtschaft kommend, mit einem erfrischenden Außenblick und neuen Ideen und Gedanken begonnen, ein Netzwerk über den gesamten Landkreis aufzubauen“, zog Thomas Kolbe Bilanz.

Firmen-Netzwerk aufgebaut

Neben der etablierten Zusammenarbeit mit dem Landrat und der Wirtschaftsförderung sei es ihr auch gelungen, ein Netzwerk zwischen den Unternehmern aufzubauen. Zudem ist unter ihrer Verantwortung die Geschäftsstelle errichtet worden, zu welcher inzwischen neun Mitarbeiter gehören. Auch den Umzug des Büros innerhalb von Freiberg hatte Schwandtke mit begleitet.

„Das alles hat sie hervorragend gemeistert. Sie hat eine sehr gut aufgestellte Regionalkammer Mittelsachsen der IHK Chemnitz und eine gut funktionierende Geschäftsstelle verlassen, die zunehmend erster Ansprechpartner für die Industrie- und Handelsunternehmen der Region geworden ist“, sagt der Geschäftsführer der Max Knobloch Nachfolge GmbH.

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