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Döbeln

Weidenstummel statt Schattenspender

Seit fast 20 Jahren hatte der lebende Pavillon in den Klostergärten gestanden. Aber er bekommt eine neue Chance.

Das war der Weidenpavillon im Bürgergarten. Im Laufe von fast 20 Jahren sind die Weiden zu kräftigen Stämmen herangewachsen. Jetzt wurden sie zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben können.
Das war der Weidenpavillon im Bürgergarten. Im Laufe von fast 20 Jahren sind die Weiden zu kräftigen Stämmen herangewachsen. Jetzt wurden sie zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben können. © Dietmar Thomas

Döbeln. Nach dem Hochwasser 2002 war er von einer ABM-Mannschaft angelegt worden, der Weidenpavillon in den Klostergärten. Über fast 20 Jahre wuchs er in der Nähe des Eingangs an der Heinrich-Heine- Straße. Als Blickfang und Schattenspender an heißen Sommertagen. Damit ist es erst einmal vorbei. Nur noch Weidenstummel ragen aus dem Boden. Die Stadtgärtner haben die Kettensäge angesetzt und den Pavillon gehörig heruntergestutzt. Und das aus gutem Grund. „Der war so hoch geworden, dass wir da nicht mehr rangekommen sind. Oben gab es vier bis fünf Meter hohe Ruten. Innen waren die Weiden völlig ausgedunkelt und trocken“, sagte Stadtgärtner René Kordos. Das habe auch ein Sicherheitsrisiko dargestellt. In den trockenen 30 bis 35 Zentimeter dicken Weidenästen hätte sich der Weidenbohrer angesiedelt. „Irgendwann wäre das zusammengebrochen.“

Weiden treiben neu aus

Jetzt bekommen die Weiden die Gelegenheit, nachzuwachsen. In zwei Jahren werden die frischen Ruten dann kreuzförmig zusammengebunden, um wieder ein grünes Gewölbe zu formen.

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Auch andere Weiden, die in den vergangenen Jahren in den Klostergärten wild gewachsen sind, werden die Stadtgärtner entfernen. Diese behindern das Wachstum der Ziergehölze, die in der Parkanlage angepflanzt wurden, begründet Kordos. „Da steht zum Beispiel einer Zaubernuss, die hat nur noch drei Äste.“

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