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Weigand beklagt Radikalisierung der Kreis-AfD

Lars Kuppi ist zum Kreisvorsitzenden gewählt worden. Weigand und Penz bezeichnen das als Rückschritt.

Der neue Kreisvorsitzende Lars Kuppi (Mitte) bei einer Kundgebung im Mai in Roßwein. Rechts Bernd Gwiadowski, Beisitzer im Kreisvorstand.
Der neue Kreisvorsitzende Lars Kuppi (Mitte) bei einer Kundgebung im Mai in Roßwein. Rechts Bernd Gwiadowski, Beisitzer im Kreisvorstand. © Dietmar Thomas

Die AfD hat am Sonnabend in Niederbobritzsch den Kreisvorstand neu gewählt. Vorsitzender ist der gebürtige Döbelner und Landtagsabgeordnete Lars Kuppi. Er setzte sich mit 39 zu 32 Stimmen gegen Rolf Weigand durch.

Weigand und Penz mit persönlicher Erklärung

Weigand und Romy Penz, beide Mitglieder des Landtags, gaben dazu am Sonntag eine persönliche Erklärung ab. „Die Kreisvorstandswahl war ein reines Chaos und zeigt einen wahrlichen Rückschritt der AfD Mittelsachsen. Mit der Vorstandswahl wird der Schulterschluss der AfD Mittelsachsen mit Kräften vollzogen, die für unsachliche Diffamierung vor allem gegenüber Andersdenkenden in der Partei stehen. Anstatt in den gewählten Parlamenten endlich zu liefern, will der neue Kreisvorstand eine härtere Gangart einlegen“, heißt es.

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Bis auf den Schatzmeister Ronny Mildner, sowie die Vorstandsmitglieder Holger Zielinski und Nick Hübner gehörten dem Kreisvorstand nun Vorstandsmitglieder an, welche „den Kreisverband radikalisieren werden oder bisher durch Nichterfüllung ihrer Aufgaben in vorherigen Kreisvorständen aufgefallen sind“, so Weigand und Penz weiter.

Innere Streitereien und persönliche Angriffe

„Dafür sind wir beide 2013 nicht in die AfD eingetreten. Zudem bekommen jetzt diejenigen Mitglieder wieder eine starke Stimme, welche seit fast zwei Jahren den Kreisverband durch interne Streitereien und persönliche Angriffe beschäftigt haben und nicht für das bürgerlich-konservative Wählerklientel stehen, dem wir angehören und für welches wir auch Politik machen.“

Weigand und Penz kündigen an, ihre Arbeit in den politischen Gremien weiter fortsetzen zu wollen. „Den Weg der AfD Mittelsachsen in eine Pöbelpartei werden wir aber nicht mitgehen und beim Übertreten von roten Linien uns entschieden dagegenstellen.“

Der Polizist Lars Kuppi wird der rechten Seite der AfD zugeordnet. Nachdem er im Sommer in Burgstädt mit dem Rechtsextremisten Andreas Kalbitz aufgetreten war, wurde Kuppi aus der Polizeigewerkschaft geworfen.

Stellvertretender Vorsitzender des Kreisvorstands der AfD Mittelsachsen ist Frank Urbanek, Ronny Mildner ist Schatzmeister, Holger Zielinski sein Stellvertreter. Beisitzer sind Thomas Hellriegel, Nick Hübner, René Naumann, Mike Mende, David Schubert, Bernd Gwiadowski sowie Christian Wesemann.

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