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Weinfest-Besucher in Leisnig und Roßwein zeigen Durchhaltevermögen

Sowohl in Leisnig als auch in Roßwein war am Sonnabend Weinfest angesagt. Bei den letzten Gästen wurde es spät.

Das „Schlagerfeuer“ der gleichnamigen Band wollte am Samstagnachmittag in Roßwein bei regnerischem Wetter nicht so recht lodern. Trotzdem hielten die Weinfestgäste zur Freude von Mitwirkenden und Veranstaltern durch.
Das „Schlagerfeuer“ der gleichnamigen Band wollte am Samstagnachmittag in Roßwein bei regnerischem Wetter nicht so recht lodern. Trotzdem hielten die Weinfestgäste zur Freude von Mitwirkenden und Veranstaltern durch. © Dietmar Thomas

Roßwein/Leisnig. Schon am frühen Nachmittag konnten sich Weinfestbesucher in Roßwein zwischen Rathaus und Stadtkirche Kaffee und Kuchen schmecken lassen.

Inspiration, was im Kleiderschrank in der beginnenden Herbst-Winter-Saison nicht fehlen darf, gab es vom Roßweiner Kik-Team. Das hatte mit Kindern eine kleine Modenschau zur Unterhaltung der Weinfest-Gäste auf die Beine gestellt.

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Dafür waren die Organisatoren aus dem Rathaus, vom Lädchen Roßwein sowie Bäckermeister Jens Schmidt genauso dankbar wie für das Durchhaltevermögen vieler Besucher.

Programm kommt bei den Roßweinern gut an

Letztere mussten mehrfach die Regenjacken überziehen und den Schirm aufspannen. Doch weil sich auch Musiker Markus Kaphegyi von diesen Wetterkapriolen nicht beeindrucken ließ und den Abend über mit Titeln unterhielt, die Gespräche zuließen, aber auch zum Tanzen animierten, hielten viele Festgäste durch.

Das Kik-Team hat mit fünf Mädchen und Jungen eine Modenschau gestaltet und damit am Nachmittag die Besucher des Weinfestes unterhalten.
Das Kik-Team hat mit fünf Mädchen und Jungen eine Modenschau gestaltet und damit am Nachmittag die Besucher des Weinfestes unterhalten. © Dietmar Thomas

„Die letzten haben sich so gegen 23 Uhr auf den Nachhauseweg gemacht“, erzählen die Weinerts vom Lädchen. Als Mitorganisatoren zeigten sie sich am Sonntagmittag nach dem Aufräumen durchaus zufrieden mit dem Fest.

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Gezeigt habe es, dass ein Wetterschutz für die nächsten Feste durchaus angebracht wäre. Ein riesiges Segel oder eine Plane könne zwischen Rathaus und Kirche wegen der Entfernung und dem Wert der Immobilien zwar sicher nicht gespannt werden.

Aber möglicherweise gebe es mit großen Schirmen eine Alternative, die auch über den Sommer bei den Dreiklang-Kultur-Veranstaltungen eingesetzt werden können. Darüber wollen die Veranstalter in nächster Zeit nachdenken – und auch über die Finanzierung, die gewiss nur mit Unterstützung von Sponsoren möglich ist.

Flashmob zu "Ode an die Freude" in Leisnig

Die Mitglieder des Leisniger Gewerbe- und Verkehrsvereins als Organisatoren des Weinfestes vorm Leisniger Rathauses hatten eigentlich einen Plan B: einen überdimensionalen Fallschirm. Doch auch der ist diesmal nicht aufgegangen.

„Weil es gegen Mittag doch ziemlich windig war, haben wir vom Aufbau des Schirmes aus Sicherheitsgrünen abgesehen“, erklärte Sven Wolf. Der Chef des Gewerbevereins sagte am Sonntag: „Trotz des Wetters ist der Abend gut gelaufen, die Leisniger und Gäste haben das Angebot super angenommen.“

Beethovens "Ode an die Freude" ist am Samstag beim Weinfest über den Leisniger Marktplatz gehallt. Drei Leisniger Chöre, die Bahnhofsband, Die Unkomplizierten sowie das Publikum vereinigten sich zu einem großen Chor.
Beethovens "Ode an die Freude" ist am Samstag beim Weinfest über den Leisniger Marktplatz gehallt. Drei Leisniger Chöre, die Bahnhofsband, Die Unkomplizierten sowie das Publikum vereinigten sich zu einem großen Chor. © Dietmar Thomas

Nach einer kleinen „Aufwärmphase“ haben sich die Besucher dann auch zum Mitsingen animieren lassen. Eine der angekündigten Überraschungen war ein musikalischer Flashmob, zu dem sich auch die Mitglieder des Leisniger Posaunen- und Kirchenchores, des Frauenchores sowie die Leisniger Bahnhofsband auf dem Marktplatz eingefunden hatten.

Nachdem die Musiker Beethovens „Ode an die Freude“ präsentiert hatten, wollten sie auch vom Publikum „Freude schöner Götterfunken“ hören. Das funktionierte schließlich ganz gut. Trotzdem war der eine oder andere Gast erleichtert darüber, die musikalische Unterhaltung an diesem Abend wieder „Den Unkomplizierten“, einer Band aus Oschatz, überlassen zu können.

Die Einladung zum Weinfest war die erste Veranstaltungseinladung, die die Gewerbetreibenden 2021 coronabedingt aussprechen konnten. Sven Wolf zufolge will sich der Verein gern am Weihnachtsmarkt beteiligen – sofern dieser möglich ist.

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