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Wepa: Beliebtester Arbeitgeber in Papierindustrie

Das Unternehmen punktet mit Familienfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Gegen den Fachkräftemangel bildet die Firma selbst aus.

In der Rubrik Papierindustrie und -verarbeitung belegte die Wepa bei der Bewertung als Arbeitgeber den ersten Platz.
In der Rubrik Papierindustrie und -verarbeitung belegte die Wepa bei der Bewertung als Arbeitgeber den ersten Platz. © Dietmar Thomas

Kriebstein. Nach einer Studie des F.A.Z.-Instituts gehört die Wepa-Gruppe zu Deutschlands begehrtesten Arbeitgebern. Untersucht wurden 22.000 Unternehmen. In der Rubrik Papierindustrie und -verarbeitung erreichte die Wepa den ersten Platz.

Bewertet wurde unter anderem die Wirtschaftlichkeit, Produkt- und Serviceleistung, Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit. Europaweit hat die Wepa 4.000 Mitarbeiter. Am Kriebsteiner Standort sind es 225.

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„Fachkräfte, insbesondere in der Papierverarbeitung zu finden, ist nicht immer einfach. Vor diesem Hintergrund spielt Arbeitgeberattraktivität eine wichtige Rolle“, sagt Nicole Hofmann, Pressesprecherin der Wepa. 

Um den Fachkräftebedarf zu decken, bildet das Unternehmen auch selbst Nachwuchs aus und lernt punktuell auch Quereinsteiger an. In Kriebstein lernen derzeit zehn Auszubildende die Berufe Papiertechnologe, Packmitteltechnologe, Industriemechaniker oder Mechatroniker.

Weiterbildung in eigener Akademie

Gemeinsam mit den Mitarbeitern werde auch nach individuellen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gesucht. „Die Bandbreite reicht dabei von Sprachkursen über die Vermittlung von Soft Skills (soziale Kompetenz) bis hin zu Leadership- (Führungs-)Trainings, die über die unternehmensinterne Wepa-Academy angeboten werden“, so die Sprecherin. 

Zurzeit befinden sich auch mehrere Kriebsteiner Mitarbeiter in einer Meister- oder Technikerausbildung. „Uns ist es wichtig, dass langjährige Mitarbeiter ihre große Erfahrung an jüngere Kollegen weitergeben“, sagt Benno Hundgeburt, Personalleiter der Wepa-Gruppe. Dass sich die Personalpolitik des Unternehmens bewährt, belege neben der F.A.Z.-Auszeichnung auch die langjährige Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter. Die liege im Durchschnitt bei 14 Jahren.

Flexible Arbeitszeitmodelle

„Als Familienunternehmen ist uns auch die Familienfreundlichkeit ein sehr wichtiges Anliegen. Wir möchten unsere Mitarbeiter bestmöglich bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen“, erklärt Nicole Hofmann. Für mehr Flexibilität biete die Wepa unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an.

Wer beispielsweise das Lebensarbeitszeitmodell nutzt, könne angesparte Arbeitszeit dazu verwenden, früher in den Ruhestand zu gehen – etwa um mehr Zeit mit den Enkeln zu verbringen. Darüber hinaus stehe den Mitarbeitern eine externe Mitarbeiterberatung zur Verfügung. Die unterstütze unter anderem bei der Suche nach einer Kindertagesstätte oder Ferienbetreuung.

Die Wepa ist der drittgrößte Hygienepapierhersteller in Europa mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro. Am Standort Kriebstein werden Taschen- und Kosmetiktücher produziert.

Die Corona-Pandemie scheint dem Unternehmen weder Vor- noch Nachteile zu bringen. „Wir erwarten insgesamt einen ähnlichen Absatz wie im Vorjahr. Auch wenn zeitweise deutlich mehr verkauft wurde, folgte im Anschluss eine Phase mit niedrigerem Absatz“, erklärt Nicole Hofmann. Erfreulich für die Entwicklung des Werkes in Kriebstein sei eine stetig steigende Nachfrage nach Taschentüchern in der Box, die aus hundert Prozent Recyclingpapier bestehen.

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