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Wer traut sich in Döbeln an die Schnapszahlen?

Im Februar gibt es neben dem 22.2. noch zwei weitere Daten, die bei Brautpaaren beliebt sind. Aber werden sie auch gebucht?

Von Cathrin Reichelt
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Mai bis August sind in der Region Döbeln die beliebtesten Hochzeitsmonate. Ebenso beliebt für Trauungen sind Schnapszahldaten. Die fallen in diesem Jahr allerdings in den Winter.
Mai bis August sind in der Region Döbeln die beliebtesten Hochzeitsmonate. Ebenso beliebt für Trauungen sind Schnapszahldaten. Die fallen in diesem Jahr allerdings in den Winter. © Claudia Hübschmann

Region Döbeln. Den Hochzeitstag vergessen? Das passiert, ist unangenehm und bringt manchmal Ärger mit sich. Deshalb suchen sich einige Paare besonders einprägsame Daten für ihren schönsten Tag im Leben aus. Davon gibt es in diesem Jahr gleich drei: den 2., 20. und 22.02.2022.

Aber es ist Winter. Sind die Termine in der kalten Jahreszeit und mitten in der Corona-Pandemie ebenso begehrt, wie beispielsweise der 9.9.1999, der 15.5.15 oder der 18.8.18?

In der Region Döbeln hatten sich bis Ende Dezember elf Paare für den 22. Februar als Hochzeitstermin entschieden und eins für den 2. Februar. Der 20. Februar fällt auf einen Sonntag, an dem die Standesämter üblicherweise geschlossen sind.

Vier Tage in Döbeln ausgebucht

Mit fünf sind die meisten Trauungen für den 22. Februar in Döbeln geplant. „Damit ist dieser Tag ebenso ausgebucht, wie der Pfingstsonnabend, also der 4. Juni, sowie der 2. und 23. Juli“, erklärt Thomas Mettcher, Pressesprecher der Stadt Döbeln. Insgesamt haben bereits 52 Paare einen Trautermin für dieses Jahr reserviert.

In Waldheim sind für 2022 bisher 15, in Leisnig 16, in Roßwein 23, in Hartha 14 und auf der Burg Kriebstein 16 standesamtliche und eine kirchliche Hochzeit angemeldet. In allen Städten und auf der Burg sind dabei Mai bis August die beliebtesten Hochzeitsmonate.

„Für den 2. und 22. Februar können noch Termine für Trauungen vergeben werden“, teilt das Leisniger Standesamt mit. Die anderen Städte lassen auf Nachfrage von Sächsische.de offen, ob es für kurzentschlossene Brautpaare noch freie Termine an den beiden markanten Daten gibt.

Paare verschieben Trauung

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie auch Auswirkungen auf die Heiratsfreude in der Region Döbeln. In der Stadt Waldheim haben sich 28 Paare getraut. „Einige haben die Hochzeit abgesagt, andere Brautpaare haben sie auf dieses Jahr verschoben“, sagt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP).

Er hat drei der Trauzeremonien übernommen. Dies sei dann der Fall, wenn sich die Brautpaare konkret die Trauung durch den Bürgermeister wünschen oder „die Personaldecke dünn ist“. In Waldheim habe es viele kleine Trauungen mit sechs bis acht Personen gegeben. „Bei einer größeren Anzahl von Gästen hatten wir die Möglichkeit, in den Ratssaal auszuweichen“, so Ernst.

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Mit 94 Hochzeitspaaren waren es 2021 in Döbeln zwar weniger als 2020 mit 113 und 2019 mit 109, „aber die Zahl liegt nur geringfügig unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, so Thomas Mettcher. Als Beispiel nennt er die Jahre 2014 mit 92 und 2015 mit 99 Eheschließungen.

Diese sind 2021 coronabedingt mit weniger Gästen, Abstand, Kontakterfassung und zuletzt unter 3G erfolgt. „Aufgrund der derzeitigen Situation und der damit verbundenen Einschränkungen sind die Trauungen eher klein und fein, aber trotzdem genauso feierlich und persönlich in der Rede, wie in den Jahren zuvor“, sagt der Pressesprecher.

Jüngstes und ältestes Brautpaar aus Leisnig

44 Mal haben Brautleute in Leisnig „Ja“ gesagt. Fünf Paare haben die bereits geplante Hochzeit wieder abgesagt, weil die privaten Feiern nicht in dem gewünschten Rahmen stattfinden konnten. Wie in den anderen Städten sind die Trauungen auch in Leisnig mit weniger Gästen erfolgt.

Und in der Stadt haben – nach den vorliegenden Zahlen – das jüngste und das älteste Paar in der Region geheiratet. Bei den jüngsten Brautleuten war die Braut 18 und der Bräutigam 22 Jahre alt. Die Ältesten haben sich mit 64 und 65 Jahren getraut.

In Roßwein stehen für das vergangene Jahr 38 Eheschließungen zu Buche und für Hartha zwölf. „In den Vorjahren haben sich in Hartha doppelt so viele Brautpaare das Ja-Wort gegeben“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Auch die Burg Kriebstein ist als Hochzeitslocation weiter beliebt. Nach 37 Trauungen 2019 waren es 18 im Jahr 2020 und 25 ein Jahr später. „In Absprache mit dem Standesamt in Hainichen waren die Trauungen auf 32 bis 40 Gäste begrenzt“, erklärt Schlossleiterin Susanne Tiesler. Einige Feiern seien aufgrund der Größe auch an Burg Mildenstein verwiesen worden.