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Wie Harthas Oberschüler geschmeidig bleiben

Dass digitaler Sportunterricht möglich ist, zeigt Felix Amma an der Oberschule in Hartha. Das Beste: Seinen Schülern gefällt‘s.

Felix Amma ist Sportlehrer an der Oberschule in Hartha. Auch die Schüler im Homeschooling versorgt er im Moment mit sportlichen Aufgaben und Übungen.
Felix Amma ist Sportlehrer an der Oberschule in Hartha. Auch die Schüler im Homeschooling versorgt er im Moment mit sportlichen Aufgaben und Übungen. © Dietmar Thomas

Hartha. Homeschooling kann vieles sein, aber sicher nicht reich an Bewegung. Die Schüler brauchen keine Unterrichtsräume zu wechseln, werden nicht animiert, in der Pause auf den Hof zu gehen. Deshalb gibt es an der Oberschule in Hartha über die Plattform LernSax neben regulären Aufgaben in Mathe oder Deutsch auch sportliche Herausforderungen.

Genau diese Challenges gefallen den Schülern von Sportlehrer Felix Amma am Besten. „Die Resonanz darauf ist toll“, sagt er. „Manchmal bekomme ich Rückmeldungen und Fotos, dass sich solchen Herausforderungen gleich die gesamte Familie stellt“, erzählt der 34-jährige Pädagoge.

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So hat er die Schüler dazu animiert, nach draußen zu gehen, Rad zu fahren, viele Schritte auf einem Konto zu sammeln. „Dafür habe ich gezeigt, wie die Schüler gelaufene oder gefahrene Strecken kostenfrei aufzeichnen und so ihre Leistungen dokumentieren können“, so der Lehrer.

Wettbewerb bei Liegestütz und Kniebeuge

Selbst aus der Ferne hat er die Kinder und Jugendlichen manches Mal zum Schwitzen gebracht. Als sehr anspruchsvoll bezeichnet er die Liegestütz-Challenge. Auch von den Jüngeren oder deren Familien zu bewältigen gewesen sei die etwas leichtere Kniebeuge-Challenge. Eine Menge Rückmeldungen hätten das bewiesen.

Als aktuelle Aufgabe stehe zum Beispiel, dass sich die Schüler jeden Tag mindestens eine Stunde an der frischen Luft aufhalten oder nach 30 Minuten am Schreibtisch eine Pause machen, sich etwas strecken sollen.

Für Abwechslung dabei sorgt ein Bewegungsglücksrad, das per Zufall ermittelt, welche Übung zu bewältigen ist. Das soll den Schülern außerdem helfen, beim Lernen daheim eine gewisse Struktur zu entwickeln und ihr zu folgen.

Per Video anleiten und zu Bewegung motivieren

Aber auch Mitmachvideos von Lehrerkollegen hat Amma schon an seine Schüler weitergeleitet. Das seien etwa 20-minütige Trainingseinheiten mit verschiedenartigen Übungen von Ausdauer und Kraft bis hin zum Relaxen.

Dieses Praktische komme bei den Schülern insgesamt besser an als der theoretische Teil, den der Pädagoge beim ersten Lockdown im vergangenen Jahr noch angeboten hatte. Da ging es etwa um den Body-Mass-Index oder um Bewegung allgemein. „Dabei sind tolle Präsentationen entstanden“, zeigt sich Felix Amma begeistert.

Der 34-Jährige würde sich wünschen, dass möglichst viele Schüler Bewegung ganz selbstverständlich in ihren Alltag integrieren. Er selbst fährt gern Rad, läuft und würde wirklich gern mal wieder im Schwimmbad ein paar Bahnen ziehen, was in der Pandemie nicht geht. Doch als Ausgleich dafür hält ihn seine vierjährige Tochter tüchtig ab Trab.

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